Eva MacPherson Autor: Eva MacPherson Ernährungsberaterin

Ursachen von Blähungen | Mittel dagegen

Blähungen sind Warnzeichen von Darmproblemen

Im Laufe des normalen Verdauungsprozesses bilden sich im Darm Gase. Bis zu einem gewissen Maße ist die Gasproduktion normal, aber bei übermäßiger Entstehung von Darmwinden können Blähungen auftreten.

Blähungen, auch Meteorismus oder Flatulenz genannt, sind meistens keine Anzeichen einer Krankheit. In der Regel steckt ungesunde Lebensweise dahinter, und das Problem lässt sich im Alltag mit einigen einfachen Tipps beheben. Als erstes sollten jedoch die Hintergründe geklärt werden, und ernste Erkrankungen des Magen-Darmtraktes ausschließen. Das erleichtert die Behandlung und hilft, die Beschwerden vorzubeugen.

In unserem Artikel haben wir nützliche Tipps gegen Flatulenz gesammelt. Lesen Sie, welche Tipps gegen die störenden Gase im Darm helfen.

Warum entstehen Gase im Darm?

Flatulenz ist ein allseits bekanntes Phänomen, jeder ist davon betroffen. Die Gründe für Blähungen sind sehr vielfältig, auch unterschiedliche Verdauungsstörungen oder Erkrankungen des Magen-Darmtrakts gehören dazu, wie beispielsweise eine Infektion oder Reizdarmsyndrom. Meistens stecken jedoch einfache Verdauungsstörungen  hinter der übermäßigen Gasbildung im Magen- und Darmtrakt. Die ersten bemerkbaren Anzeichen sind  Bauchschmerzen und Darmkrämpfe. Falls die Beschwerden nur ab und zu auftreten und nicht weiter störend sind, reicht eine simple Änderung der Essgewohnheiten. Bei chronischem Meteorismus erschweren verschiedene Symptome den Alltag, in diesem Fall sollte man es unbedingt ernst nehmen. Geht übermäßige Gasbildung mit Schmerzen einher, die den Körper belasten, kann das zum Beispiel auf Probleme im Bereich der Bauchspeicheldrüse hindeuten.

Wie bereits erwähnt, sind Gasbildung während der Verdauung sowie eine gewisse Menge an Darmwinde normale Erscheinungen. Bei gelegentlichem Auftreten sind keine ernsten Krankheiten zu befürchten. Rülpsen oder das Entlassen der Luft aus dem Darm sind zwar unangenehm und eventuell auch extrem peinlich, eine Behandlung erfordern sie jedoch nicht. Sie lassen sich wahrscheinlich auf die Ernährungsgewohnheiten zurückführen. Bestimmte Lebensmittel, darunter mehrere Obst- und Gemüsesorten, bewirken starke Gasbildung. Diese Nährstoffe sind aber unentbehrlich für unsere Gesundheit. Die darin enthaltenen Ballaststoffe fördern die Verdauung und Entgiftung des Organismus. Bei größeren Mengen werden Gärungsprozesse im Darm in Gang gesetzt, Luft bildet sich, was sich durch Blähungen bemerkbar macht. Der Bauch fühlt sich aufgebläht an, ein unangenehmer Druck entsteht, im schlimmsten Fall treten sogar Bauchschmerzen oder Reizdarm auf. Auch von außen gesehen ist ein Blähbauch störend. Bei einer Schlankheitskur wirkt es oft besonders enttäuschend, dass trotz Bewegung und Umstellung der Lebensweise der Bauch immer noch vorsteht. In diesem Fall sollte man sich Gedanken machen, welche Nahrungsmittel man lieber meiden sollte. Lebensmittelallergie, Säurereflux, Laktoseintoleranz und weitere Erkrankungen des Verdauungstraktes verursachen auch Darmwinde. Wegen hormoneller Schwankungen entstehen Blähungen während der Menstruation. Wird die Flatulenz etwa mit Schmerzen im Bereich des Mageneingangs begleitet, dann weist das auf Reflux hin.

Blähungen treten nachts ebenfalls häufiger auf, vor allem bei zu spät eingenommenem Abendessen. Kalorienreiche, schwer verdauliche Gerichte fördern die nächtliche Gasbildung im hohen Maße.

Viele Gemüsesorten wirken blähend

Zu viel Luft im Darm - was steckt dahinter ?

Es ist allgemein bekannt, dass Hülsenfrüchte, wie etwa Bohnen, Linsen die Gasbildung fördern und so zu Blähungen führen. Kohlensäurehaltige Getränke sind nicht zu empfehlen, wenn man sich unangenehme Symptome ersparen möchte. Produkte aus Weizen wirken ebenfalls aufblähend, aufgrund des Glutengehalts von Getreide.  Gersten, Roggen, sowie verschiedene Gemüsesorten wie Brokkoli oder Zwiebel sorgen im Verdauungsprozess für die Bildung von Darmgasen. Sogar Haferflocken, die der Verdauung gut tun und gesund sind, können Blähungen verursachen, wenn sie nicht gründlich gekaut werden.

Wenn bereits bekannt ist, dass man zu Flatulenz neigt, dann empfiehlt sich Kohl und Pilzgerichte zu meiden. Sie sind auch in Form von Nahrungsergänzungsmittelpulver erhältlich, wenn man ohne unangenehme Begleiterscheinungen die Vorteile dieser Speisen genießen möchte. Hülsenfrüchte müssen auch nicht gänzlich aus dem Speiseplan gestrichen werden. Nach dem Kochen einfach pürieren und die Schale entfernen - schon wurde Darmgasbildung vorgebeugt.

Aufgrund des Enzymmangels können Milchzucker und Laktose bei einigen betroffenen nicht vollständig abgebaut werden. Der nicht verdaute Milchzucker gärt im Verdauungstrakt, dieser Prozess geht häufig mit unangenehm riechenden Blähungen einher. Um sich das zu ersparen, sollte man in diesem Fall Milchprodukte reduzieren, oder bei einer Laktoseintoleranz auf Milch, Käse und Quark ganz verzichten. Saure Milchprodukte, wie Joghurt oder Tofu sind unbedenklich, daneben sind Soja-, Reis-, und Hafermilch erlaubt. Bei anderen Arten von Nahrungsmittelunverträglichkeit gilt es auch, auf die entsprechenden Lebensmittel zu verzichten.

Kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke sind auch oft für Blähungen verantwortlich. Da sie daneben auch viel Zucker enthalten, empfiehlt sich eher stilles Mineralwasser oder Kräutertee zu trinken. Der Tee aus einigen Heilpflanzen hilft sogar bei Flatulenz und Magenbeschwerden, wie etwa z. B. Kamille, Myrthe, Ingwer oder Kümmel. Die Einschränkung des Koffein- und Alkoholkonsums wirkt bei Verdauungsbeschwerden ebenfalls wohltuend.

Backwaren, vor allem aus Hefeteig, sowie Süßigkeiten und Nahrungsmittel mit vielen Zusatzstoffen wirken blähend. Vollkornprodukte sollten stattdessen bevorzugt werden.

Die Einnahme von Antibiotika wirkt sich auch auf die Darmflora aus, das Gleichgewicht wird gestört, Darmgasbildung kann auftreten. Nach Absetzen der Therapie sollte sich das jedoch von selbst wieder legen.

Hat man die Ernährung umgestellt, und auch andere Tipps im Alltag beherzigt, die Blähungen treten aber weiterhin zu oft auf, oder werden sogar chronisch, sollte untersucht werden, ob nicht vielleicht die folgenden Ursachen dahinterstecken:

Luftschlucken

Wenn man beim Essen zu viel Luft verschluckt, wird dieses medizinische Phänomen Luftschlucken (Aerophagie) genannt. Das fördert die Gärung im Darmtrakt. Der Grund kann Mangel an Verdauungsenzymen sein, probiotische Bakterien  können Kohlenhydrate und andere Nährstoffe nicht richtig abbauen, was zu einer übermäßigen Gasbildung führt. Die Analyse der Darmgase kann bei der Feststellung der Ursachen helfen. Eine hohe Konzentration von Stickstoff, Sauerstoff und Kohlendioxid weist auf Luftschlucken hin. Enzymmangel erhöht die Konzentration von Kohlenmonoxid, Wasserstoff und Methan. Die Behandlung ist relativ unkompliziert, das fehlende Verdauungsenzym muss einfach ersetzt werden.

Parasiten verursachen oft Blähungen

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Oft sind unentdeckte Darmparasiten für Meteorismus verantwortlich. Sie verbergen sich im Verdauungstrakt und führen zahlreiche Beschwerden herbei. Im Laufe ihres eigenen Stoffwechsels produzieren sie auch Gase. Der Verdacht auf Parasitenbefall sollte bei Bauchschmerzen, Darmkrämpfen und Mangelerscheinungen auf jeden Fall untersucht werden. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn können Blähungen, Durchfall und Krämpfe verursachen. Divertikulitis, Entzündungen und Infektionen im Verdauungstrakt sind in vielen Fällen auch Gründe eines vorstehenden, harten Bauchs.


Blähungen bei Frauen was ist die Ursache?

Bei Frauen hängen Blähungen mit hormonellen Schwankungen zusammen. Während der Menstruation, nach dem Absetzen der Verhütungspille oder in den Wechseljahren tritt Flatulenz öfter auf. Auch in der Schwangerschaft verlangsamt der erhöhte Östrogen- und Progesteronspiegel die Darmperistaltik, was zu Blähungen führt. Oft geht Meteorismus auch mit  Verstopfung einher.

Wissenswertes über Darmgase

Gasbildung im Darmtrakt ist eine natürliche Erscheinung. 10-15 Darmgasabgänge pro Tag fallen in den Normalbereich. Für den unangenehmen Geruch sind Schwefelwasserstoff und andere schwefelhaltige Gase verantwortlich. Bei dauerhaft stinkenden Darmwinden sollten Untersuchungen erfolgen, ob eventuell  Resorptionsstörungen, Verdauungsprobleme, oder Zöliakie im Hintergrund stehen.

Die meisten schlucken das Essen, ohne es ausreichend zu zerkauen. Die Folge ist zunehmende Darmgasproduktion. Der Verzehr von raffinierten Lebensmitteln, Zucker, Weißmehl, oder zu wenig Flüssigkeit können auch Ursachen sein. Stress, Nervosität, hektische Lebensweise, zu wenig Bewegung beeinflussen die Verdauung und Darmgasbildung ebenfalls. Das gesamte Nervensystem ist am Verdauungsprozess beteiligt, das Zusammenwirken vieler Faktoren beeinflusst die Funktion des Darmtrakts.

Was hilft gegen Blähungen?

Es gibt zahlreiche Mittel gegen Blähungen. Die dauerhafte Einnahme von Medikamenten sollte man als Therapie lieber meiden, da sie lediglich die Symptome lindern, und dabei die Darmwände schädigen. Es ist empfehlenswert, bei Blähungen ein natürliches Hausmittel anzuwenden. Zahlreiche Kräuter verfügen über wohltuende Wirkungen, z.B. Fenchel. Man kann sie als Salat mit Zitrone, Salz und Pfeffer verzehren. Außerdem kann auch Ingwer eine effektive Hilfe gegen Blähungen leisten. Geriebener Ingwer kann den Speisen beigemischt werden.

Darmreinigung

Eine weitere Lösung bietet die Darmreinigung hat neben zahlreichen vorteilhaften Wirkungen auch einen guten Effekt auf Darmgasprobleme.

Verstopfung wird gelöst, die Gesundheit der Darmflora wiederhergestellt, dadurch wird auch die Produktion der Verdauungsenzyme optimiert. Sie fördert die Verdauung und tötet Parasiten ab. Vor der Kur sollten Patienten mit einer chronischen Erkrankung unbedingt den behandelnden Arzt konsultieren. Bei gewissen Krankheiten, wie z.B. Dickdarmentzündung, Krebs wird von einer Darmreinigung abgeraten.

Gesunde Menschen können mit ein paar einfachen Tipps Darmgasbildung vorbeugen:

  • Essen braucht Zeit -immer langsam essen und trinken.
  • Die Nahrung gründlich kauen
  •  Lebensmittel mit aufblähender Wirkung aus dem Speiseplan nehmen
  • auf regelmäßige Bewegung achten
  • Tritt dennoch vermehrte Gasproduktion auf, ist es besser zu natürlichen Mitteln, wie Tee (Anis, Fenchel, Minze) zu greifen. trinken, die die Gasproduktion mindern.
  • Falls Krämpfe die Darmwinde begleiten, natürliche krampfstillende Mittel nehmen

Was hilft gegen Flatulenz?

Probiotika können gegen Blähungen helfen

Nehmen Sie eher Wasser zu sich und vermeiden Sie Zucker, Alkohol und Salz. Achten Sie auf die Ballaststoffzufuhr und verzehren Sie keine aufblähenden Obst- und Gemüsesorten.

Blähungen bei Babys kommen in den ersten Lebensmonaten oft vor. Beim Stillen oder Füttern der Kleinen muss man darauf achten, dass es nicht zu viel Luft schluckt. Bei Erwachsenen haben Probiotika und Präbiotika für eine intakte Darmflora große Bedeutung. Sauermilchprodukte, Sauerkraut, Salzgurke sind reich an Probiotika.  Präbiotika dienen weiterhin als Nahrung für die wohltuenden Darmbakterien und sind in Ballaststoffen enthalten. In synbiotischen Nahrungsergänzungsmitteln sind die Wirkungen von Pro- und Präbiotika gleichermaßen enthalten.

Im Alltag für gesunde, gut funktionierende Verdauung zu sorgen ist auch in Bezug auf Beschwerden wie Darmgasbildung unerlässlich. Grundlegend für gesunde Ernährung sind ausreichend Ballaststoffe. Die empfohlene Tagesdosis beträgt 40-50g. Wird das übertrieben, können als Folge Blähungen auftreten.

Folgende Tipps können ebenfalls bei der Linderung von Blähungen helfen: Spaziergang, Yoga, Pfefferminzkapseln, entgasende Medikamente, Bauchmassage, bestimmte ätherische Öle, warmes Bad, ausgewogene Ballaststoffzufuhr. Falls Blähungen trotz aller Bemühungen weiterhin bestehen und Auslöser nicht erkennbar sind, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Quelle:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3264926/

"Nach dem Essen Völlegefühl und Blähungen "

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Nach dem Essen Völlegefühl und Blähungen Ich bin von Beruf Steinmetz und daher kann ich mich nicht alle halbe Stunde auf den Baustellen auf ein WC verdrücken. Ich begann am Wochenende, habe die ersten drei Tage für mich Zeit genommen, da ich dachte daß es zur schnellen Entleerung kommt , was aber nicht notwendig gewesen wäre. Ich habe noch nie Probleme beim Stuhlgang gehabt, und dieses CleanInside Programm einfach zur Darmreinigung durchgeführt. Ich habe aber trotzdem vom ersten Tag an verspürt das mein Körper positives reagiert. Der Darm wurde so richtig entschlackt ,vorher hatte ich manchmal nach dem Essen Völlegefühl und Blähungen, was seit Beginn des CleanInside Programmes sofort weg war. Ich trinke ca. 2,5 l Wasser und Abends den SlimTee ,der tut wirklich gut. Mein Idealgewicht kann ich gut halten. Ich kann das Produkt nur weiter empfehlen.

Reinhard Vogel
91522 Ansbach , 2013-12-04
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