Eva MacPherson Autor: Eva MacPherson Ernährungsberaterin

Was sollte man über Dickdarmkrebs wissen?

Dickdarmkrebs ist eine sehr aggressive Krebserkrankung

Dickdarmkrebs gehört zu den besonders aggressiven Tumorarten. Wenn er nicht früh erkennt wird, oder vernachlässigt wird, kann er sogar tödlich sein. Die beste Vorsorgemethode ist eine regelmäßige Koloskopie. Daneben kann man das Risiko mit der Anwendung von Probiotika senken und eine Probiotikakur kann auch als Ergänzung zur Behandlung eingesetzt werden.

Ein Dickdarmkrebs kann an irgendwelchem Teil des Darmtraktes entstehen. Er ist sehr gefährlich, oft tödlich, obwohl er am leichtesten erkannt und vorbeugt werden kann.

Dickdarmkrebsarten und Ursachen

Es gibt mehrere Darmkrebsarten, der häufigste ist aber Dickdarmkrebs. 40 % der Krebserkrankungen sind Dickdarmkrebs. Etwa ein Viertel der Erkrankungen entstehen im Sigmadarm, er kommt aber auch im Dünn- und Dickdarm vor. Er entsteht meist aus Darmpolypen, Geschwüren und Darmschleimhautschäden. Es gibt aber auch einen Zusammenhang zwischen Colitis Ulcerosa und Dickdarmkrebs.
Eine bewegungsarme Lebensstil und ungesunde Ernährung erhöhen deutlich das Risiko für Dickdarmkrebs.
Laut Forschungsergebnisse, besonders zusatzstoffreiche, halbfertige, oder fertige Lebensmittel, marinierte, mit Salz konservierte Produkte, übermäßiger rotes Fleisch- und Alkoholkonsum und eine ballaststoffarme Ernährung können das Risiko erhöhen.
Oft verbirgt sich Crohn-Krankheit, oder Dickdarmgeschwür im Hintergrund von Dickdarmkrebs, aber auch Fettleibigkeit aufgrund von Diabetes Typ 2. erhöht das Erkrankungsrisiko. Schon diagnostizierter Gebärmutter- Gebärmutterhals- oder Brustkrebs kann auch Risikofaktor bedeuten. Unter den Ursachen muss auch der Parasitenbefall erwähnt werden, Parasiten produzieren nämlich das Gewebe schädigende Toxine. Im Hintergrund der Krankheit können auch genetische Gründe stehen. Beim Vorkommen ist das Lebensalter entscheidend. Dickdarmkrebst kommt vor allem bei Menschen ab 50 und eher bei Frauen vor. Daher ist eine Vorsorgeuntersuchung ab 50 hochwichtig. Bei negativem Untersuchungsergebnis wird eine Wiederholung in 10 Jahren empfohlen. Falls im Familienkreis Dickdarmkrebs schon vorkommen ist, sollte man die erste Untersuchung vor dem 30. Lebensjahr durchführen lassen.

Symptome von Dickdarmkrebs

Zu den Symptomen gehören Magen- oder Darmkrämpfe nach den Mahlzeiten

Darmkrebs lässt sich relativ gut behandeln, aber die Symptome weisen nicht immer eindeutig auf Darmkrebs hin. Im ersten Stadium ist die Krankheit oft symptomfrei und die später auftretenden Symptome können auch auf andere Verdauungsprobleme hinweisen.
Bei Darmkrebs ist es besonders geltend: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Daher ist es ratsam, bei Vorkommen folgender Beschwerden einen Facharzt aufzusuchen:

  • chronischer Durchfall und/oder Verstopfung, oder wenn sie alternieren,
  • immer häufiger auftretende Verstopfung,
  • wiederkehrende Blähungen,
  • ständiges Sodbrennen, besonders wenn sie mit Säurebindern nicht gelindert werden können,
  • Würgen von unverdauter Nahrung, oder Magensäure,
  • verstärkte Darmwindproduktion,
  • ständiges schlechtes Allgemeinbefinden,
  • ständige schlechte Verdauung,
  • wiederkehrender Brechreiz, Erbrechen,
  • Magen-, oder Darmkrämpfe nach den Mahlzeiten,
  • schlechtes Allgemeinbefinden, Ermüdung.

Gewichtsverlust ist Begleitsymptom von fortgeschrittenem Darmkrebs. Es kommt aber auch vor, dass der Patient sich vor Fleischgerichten ekelt. Bei Rauchern ist das Senken des Verlangens nach Nikotin typisch. Weitere Symptome sind Bluterbrechen, ständige Bauchschmerzen, schwere Anämie, Knöchelödem, Hautpigmentation und Blut im Stuhl.
Viele denken, dass Blut im Stuhl ein Anzeichen von Darmkrebs ist. So ist das nicht ganz korrekt, weil Blut im Stuhl bei Darmkrebs nicht immer vorkommt und es kann auch auf andere Erkrankungen hinweisen (meistens auf Hämorrhoiden). Man muss es aber ernst nehmen und eine Untersuchung durchführen lassen.

Die Stadien der Ausprägung von Dickdarmkrebs

Basierend auf der schwere des Krebses im Dickdarm werden fünf Stufen unterschieden (0, I, II, III, and IV):

Stufe 0: ist die frühe Phase, in welcher der Krebs sich auf der Oberfläche der inneren Schicht der Darmwand befindet.
Stufe I: der Krebs hat sich in die inneren Schichten der Darmwand ausgebreitet.
Stufe II: der Krebs hat sich in das Muskelgewebe der Darmwand ausgedehnt.
Stufe III: der Krebs hat sich in die Lymphknoten ausgebreitet.
Stufe IV: der Krebs hat andere Organe befallen; es bilden sich Metastasen.

Behandlung von Dickdarmkrebs

Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden

Es gibt verschiedene Methoden für die Behandlung von Dickdarmkrebst, aber das beste ist, wenn der Tumor während einer Operation komplett entfernt werden kann. Neben einer Operation spielt auch eine Chemotherapie, gezielte und unterstützende Therapien eine wichtige Rolle.
Traditionell wird der Tumor vom betroffenen Darmtrakt chirurgisch entfernt. Bei frühzeitiger Erkennung kann diese Methode die Heilung für den Patienten bedeuten. Kolektomie ist jedoch ein schwerwiegender Eingriff, im fortgeschrittenen Stadium wird nicht nur der Dickdarm entfernt, sondern auch das betroffene Gewebe und die Lymphknoten, um so das erneute Auftreten der Krankheit und Bildung von Metastasen zu verhindern.  Wenn der zu entfernende Darmtrakt kurz ist, werden die Ränder des Schnittes durch eine Naht verbunden, bei längeren Darmabschnitten wird ein chirurgischer Ausgang, ein  sog. Stoma eingesetzt, dadurch gelangt der Stuhl in den Stomabeutel außen am Bauch. Für viele Patienten ist das nicht einfach zu ertragen. Bei der Behandlung von Dickdarmkrebs wird auch Laparoskopie (Schlüsselloch-Chirurgie) eingesetzt, durchgeführt mit Endoskop. Das hat den Vorteil, dass kein Einschnitt am Bauch nötig ist, nur 3-4 kleine Eingangspunkte, der Eingriff hat nur minimale Risiken, die kleinen Narben verheilen schnell.
Bestrahlung wird vor Allem bei Enddarmkrebs eingesetzt. Chemotherapie hat das Ziel die Krebszellen mit Medikamenten abzutöten. Im Gegensatz zur Bestrahlung wirkt Chemotherapie nicht lokal, sondern im Allgemeinen auf den gesamten Organismus. Nach dem chirurgischen Eingriff kann als Ergänzung je nach Art des Eingriffs und des Krankheitsstadiums Bestrahlung, Chemotherapie oder gezielte biologische Therapie eingesetzt werden.
Bei dieser Therapie können die angewendeten Medikamente die Krebszellen anhand ihrer biologischen Merkmale identifizieren und gezielt abtöten, sowie ihre Vermehrung verhindern.
Unterstützende (supportive) Behandlung ist bei jeder Art von Krebs nötig, dazu gehört auch die Ernährungstherapie. Das Nährmittel wirkt gegen Krebs, verhindert Metastasenbildung, laut Vorschrift muss es aber ein registriertes Mittel sein.

Wie können Probiotika helfen?

Die wohltuenden probiotischen Bakterien der Darmflora, also Probiotika, spielen eine wichtige Rolle bei der Bewahrung der Darmschleimhaut. Sie verarbeiten die prebiotischen Ballaststoffe (Polysaccharide) im Verdauungstrakt. Während dieses Prozesses entstehen kurzkettige Fettsäuren (Essigsäure, Propionsäure und Buttersäure), die für die Gesundheit der Darmschleimhaut sorgen und fördern die Heilung von Wunden und Geschwüren.
Buttersäure und Glutamin sind die besten Energiequellen der Darmwandzellen. Sie fördern ihre Vermehrung. Überdies können sie die Vermehrung von Krebszellen verhindern und damit das Risiko für Darmkrebs senken.
Laut Forschungsergebnisse der Universität Kalifornien (UCLA) kann das probiotische Darmbakterium, Bacillus polyfermenticus, das Tumorwachstum verhindern. Es kann in klinischer Umgebung prophylaktisch für die Vorbeugung von Dickdarmkrebs eingesetzt werden. Mit dem Verzehr von Probiotika kann man das Immunsystem stärken, was bei der Vorbeugung und Behandlung von Darmkrebs hochwichtig ist. Wenn das Gleichgewicht der Darmflora umkippt, also schädliche Darmbakterien sich stark vermehren, kann der Organismus Tumoren nicht so erfolgreich beseitigen.
Die Anwendung von Probiotika in großer Menge bietet eine Lösung. Probiotika kann man auch mit probiotischen Lebensmitteln (Joghurts, Sauerkraut, fermentiertes Soja) zuführen. Aber nicht jeder von uns isst diese Lebensmittel gerne und man braucht eine große Menge davon um genug Probiotika zu sich zu nehmen. Sie enthalten außerdem nicht alle wichtige probiotische Stämme.
Es ist ratsam, ergänzend hochwertige probiotische Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen.
Es wird empfohlen, uns für ein Produkt zu entscheiden, welches mindestens 8-10 lebende wohltuende Bakterienarten enthält. Die beste Wahl ist ein Synbiotikum, weil es nicht nur Probiotika, sondern auch für ihre Vermehrung unentbehrliche präbiotische Ballaststoffe enthält.
Bei der Vorsorge spielt auch die Entfernung von Toxinen und schädlichen Schlacken eine wichtige Rolle. Es ist ratsam, mindestens einmal im Jahr eine Entgiftungs- und Darmreinigungskur durchzuführen.

Vorsorgeuntersuchung

Eine Vorsorgeuntersuchung kann lebensrettend sein

Wenn Dickdarmkrebs im Frühstadium erkannt wird, hat man gute Überlebenschancen, aber ohne Vorsorgeuntersuchung besteht diese Möglichkeit nicht. Die Laboruntersuchung der Stuhlprobe eignet sich nur für die Nachweisung von Blutspuren, der Stuhl kann aber aus vielen anderen Gründen Blut enthalten, nicht nur wegen Krebs. Ein negativer Test kann irreführend sein, nicht jede Art von Darmkrebs geht mit Blutung einher.
Zur Früherkennung von Darmkrebs eignet sich Koloskopie, also Darmspiegelung am besten, damit sind schon die frühesten Veränderungen bemerkbar, und eventuelle Polypen können bei der Untersuchung schmerzfrei entfernt werden. Um Darmkrebs ausschließen zu können, kann die Entnahme einer Gewebeprobe nötig sein, die Erkrankung kann aber auch durch bildgebende Verfahren wie CT und MRI geklärt werden. Eine Darmspiegelung eignet sich auch dazu, die als Frühstadium des Tumors geltenden Darmpolypen zu entfernen.
Heutzutage wird der Eingriff unter Sedierung oder in Narkose durchgeführt, denn im wachen Zustand könnte das Einführen von Luft, oder der Durchgang von Luft in den Darmschlingen eventuell Schmerzen verursachen. Ein längerer Krankenhausaufenthalt ist nicht nötig, aber 3-4 Tage vor der Untersuchung sollte man eine spezielle Diät halten und reichlich trinken, damit der Dickdarm gereinigt wird. Am Abend vor der Koloskopie muss ein Abführmittel eingenommen werden, oder der Darm wird mit Hilfe eines Darmeinlaufs gereinigt. Dann wird ein etwa 1,5 m langer, dünner Schlauch mit einer Lampe und einer Kamera am Ende durch den After eingeführt. Der nächste Schritt ist die Weitung des Darms mit Luft, so werden die Darmfalten geglättet und auch versteckte Polypen, Tumore und Entzündungen werden sichtbar. Wenn der Arzt einen gefährliche Polypen entdeckt, kann er gleich mit Hilfe des Gerätes entfernt werden. Bei der Koloskopie könne auch Gewebeproben entnommen werden, wodurch man noch genauere Informationen über die Veränderungen bekommen kann.
Eine Alternative zur Darmspiegelung ist der Dickdarmröntgen durch Einlauf von Kontrastmitteln, auch Irrigoskopie genannt, durch diese Methode kann der Dickdarm auch untersucht werden, aber eine Entnahme von Gewebeproben ist nicht möglich, man kann nur die Aufnahmen ansehen.

Quellen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4420487/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16969130
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20520982
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2796096/

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