Eva MacPherson Autor: Eva MacPherson Ernährungsberaterin

Effektive Entgiftung zu Hause

Alles über die Entgiftung

Was ist eine Entgiftung? Eine alternative, oder naturheilkundliche Methode, deren Ziel ist es, die Gifte aus dem Organismus zu entfernen. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass eine Entschlackung auch kein Wunder bewirken kann. Es gibt kein Mittel, das alle Gifte sofort aus dem Organismus ausscheiden kann. Wobei kann sie dann helfen? Um den Prozess besser zu verstehen, muss man sich in das Thema vertiefen. Die Entgiftung findet als ein natürlicher Prozess auch im Körper statt. Darunter versteht man den Abbau und die Entfernung der Toxine und freien Radikale. Dafür ist vor allem die Leber zuständig, aber die Ausscheidungsorgane, also der Verdauungsapparat, die Nieren und das Harnsystem nehmen daran auch Teil. Außerdem spielen der Blutkreislauf und das Lymphsystem dabei auch eine wichtige Rolle.  Bei einer Entschlackung als naturheilkundlicher Methode werden die Funktionen dieser Organe unterstützt und durch eine Diät wird die Zufuhr der Toxine vermindert. Die erhöhte Flüssigkeitszufuhr während der Kur fördert die Entfernung der Toxine. Durch die Anwendung von Heilkräutern werden Gifte gebunden und die Zellregeneration wird gefördert.

Während einer Entgiftung ist es wichtig, uns gesund zu ernähren und genug Flüssigkeit zu trinken.

Die wirksamste Entschlackung

Vielleicht ist das überraschend, aber die wirksamste Methode ist die Veränderung der Lebensweise. Wer gesund ist, keine Medikamente nimmt, an einem Ort mit frischer und reiner Luft lebt, sich abwechslungsreich und gesund ernährt, keine verarbeiteten und Konservierungsstoffe enthaltenden Lebensmittel verzehrt, nicht raucht, keinen Alkohol trinkt, sich regelmäßig bewegt, bei der Arbeit keinen Giften ausgesetzt ist und keinen Stress hat, wird wahrscheinlich nie eine Entschlackung brauchen. Je weniger von diesen Faktoren man erfüllen kann, desto größer ist die Chance dafür, dass man eine gründliche Entschlackung benötigt. Wenn sie nötig ist, sollte man sich für eine entscheiden, die die entgiftende Funktionen der Organe auf die oben erwähnte Weise am besten unterstützen kann. Also eine Kur, die die Entgiftung der Leber, des Verdauungstraktes, des Kreislaufsystems und die Nierenfunktionen fördert. Es ist aber auch wichtig zu wissen, dass bei einer ungesunden Lebensweise eine Entgiftungskur, die man nur ab und zu durchführt, den schädlichen Wirkungen der Toxine auf Dauer nicht entgegenwirken kann. Daher wird eine regelmäßige Wiederholung der Kur empfohlen.

Einfache Entgiftungsmethode

Vergessen Sie nicht: Unsere Organe entgiften den Organismus. Daher ist die einfachste Methode die Entlastung dieser Organe. Man sollte Alkohol und Zigaretten vermeiden, mehr Flüssigkeit zu sich nehmen, möglicherweise reines und stilles Mineralwasser. Eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr fördert die Ausleitung der Toxine.  Alleine durch den Verzicht auf das Rauchen und den Alkohol können die Leberfunktionen, die Sauerstoffaufnahmefähigkeit der Lunge und die Durchblutung verbessert werden.  Es ist ratsam, weniger Kohlenhydrate (Zucker, weißes Mehl) zu verzehren, Fastfood und Konserven wegzulassen, fettreiche, in Öl gebratene Lebensmittel, reichhaltige Fleischgerichte zu vermeiden und eher Gemüse, ballaststoffreiche Lebensmittel, Obst und Fisch zu uns zu nehmen. Durch eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung kann man den Organismus mit Vitaminen und Ballaststoffen versorgen und damit die Gesundheit des Verdauungstraktes fördern. Die im Obst und Gemüse befindlichen Antioxidantien sorgen für die Gesundheit der Leber und wirken vitalisierend. Außerdem wird regelmäßige Körperbewegung empfohlen, weil man damit das Allgemeinbefinden verbessern, den Körper mit Energie versorgen und Stress abbauen kann. Überdies fördert sie die Verdauung, stimuliert die Durchblutung und hat eine wohltuende Wirkung auf die Gefäße und die Organe.

Wann ist eine Entschlackung nötig?

Bei den Naturvölkern gibt es bestimmte Perioden für Reinigungskuren: Diese stehen in der Regel im Zusammenhang mit ihrer Religion oder mit einer bestimmten Periode ihrer persönlichen Entwicklung. Während Fasten und Entschlackung wird man nicht nur eine körperliche, sondern auch eine geistige Reinigung erfahren. Man sollte während der Kur gesund leben, sich in Maßen ernähren, Fleisch und Süßigkeiten teilweise oder völlig vermeiden. Das kommt bekannt vor, oder? Die Ernährungsberater machen auch diese Empfehlungen, wenn es um einen gesunden Speiseplan geht. Wahrscheinlich werden die Reinigungskuren deswegen im Jahreszeitenwechsel, vor allem im Frühling und Herbst gemacht. Im Frühling reinigt man den Organismus mit dem Ziel, die belastenden Wintermonate, wenn man viel kalorienreiche Gerichte verzehrt und sich wenig bewegt, abzuschließen und den Körper mit Vitaminen zu versorgen. Eine Reinigungskur im Herbst sorgt für eine die Stärkung des Immunsystems und bereitet den Organismus auf die kalten Wintermonate vor. In der heutigen modernen Welt verlieren aber diese Rituale und die Zyklen der Jahreszeitenwechsel immer mehr ihre Bedeutung. Außerdem führt man nicht mehr ein aktives Leben, weil alles fertig gekauft werden kann und saisonales Obst- und Gemüse jederzeit verfügbar  ist. Die Entschlackung spielt aber eine immer wichtigere Rolle und nicht nur aus religiösen, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen. Wenn hinter folgenden Symptomen keine Krankheit steht, dann weisen sie darauf hin, dass es Zeit für eine Kur ist: Ermüdung, Abgeschlagenheit, unangenehmer Mundgeruch, Erschöpfung, Blähungen, Verdauungsprobleme, langsamer Stoffwechsel und die damit verbundener Gewichtszunahme, häufige Kopfschmerzen und ständige Hautprobleme. Nach der Anwendung starker Medikamente (z.B. Chemotherapie, antivirale Medikamente, oder Steroide) kann man auch mithilfe einer Entschlackung die Regeneration des Organismus fördern.

Symptome einer nicht richtig gemachten Entgiftung

Zahlreiche Methoden stehen zur Verfügung z.B. Zitronenkur, verschiedene Trinkkuren, die Anwendung von Tees und Salzen. Wir möchten diese Methode nicht beurteilen, aber man sollte nicht vergessen, dass Ziel einer Entgiftung zu Hause ist es, das Allgemeinbefinden zu verbessern, Gesundheitsbeschwerden - die auf keine Krankheiten zurückgeführt werden können - zu lindern oder zu beheben. Also können alle anderen Symptome auf eine ungeeignete oder nicht richtig gemachte Kur zurückgeführt werden. Vor allem Verdauungsprobleme, besonders Bauchkrämpfe sind typische Symptome. Es ist ratsam, ein Produkt anzuwenden, bei dem die Inhaltsstoffe auf der Verpackung stehen. Bei dem Verdacht auf Empfindlichkeit oder Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe während der Anwendung, sollte man die Kur sofort unterbrechen. Grob gemahlene Körner und Mineralien enthaltene Kuren können sogar schädlich sein, weil diese Stoffe die Darmschleimhaut schädigen und bei entzündlichen Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Reizdarmsyndrom und Colitis ulcerosa) die Entzündung verstärken können. Zu den schädlichen Methoden zählt auch die Anwendung oxalatreicher Präparate, die das Risiko für Nierensteine erhöhen. Ziel  ist die Unterstützung und nicht die Belastung der Ausscheidungsorgane. Wenn man sich während der Entgiftungskur immer schwächer fühlt, ist das ein Warnzeichen. In diesem Fall ist es ratsam, ein Produkt zu nehmen, das den Organismus mit Vitaminen, Mineralien und für die Darmflora unentbehrlichen Probiotika versorgt. Wenn das Gleichgewicht der Darmflora umkippt, kann das zahlreiche Beschwerden z.B. Hautprobleme, Gelenkentzündungen, Verstopfung und Durchfall herbeiführen. Außerdem sollte man auch Radikalkuren und Diäten vermeiden, weil diese den Organismus wegen des unausgewogenen Speiseplans - den man während der Kur einhalten muss - abschwächen. Ein gesunder Speiseplan sollte Kohlenhydrate, Fette und Proteine enthalten, weil sie für die Gesundheit des Organismus unentbehrlich sind. Daher darf man auf diese Nährstoffe nicht verzichten.

Abnehmen durch die Entfernung der Toxine

In der Regel nimmt man während der Kur ein paar Kilos ab. Warum ist das so? Während der meisten Abnahmekuren nimmt man weniger Kalorien zu sich, um Gewicht zu verlieren. Eine Entschlackung erzielt das nicht unbedingt, aber der empfohlene ausgewogene Speiseplan enthält Lebensmittel, die weniger Kalorien enthalten als die sonstige übliche Ernährung. Das ist ein möglicher Grund für den Gewichtsverlust. Andererseits kurbeln die Kuren – besonders Abnahmekuren mit Nahrungsergänzungsmitteln - den Metabolismus an, was auch für eine Gewichtsreduktion sorgt. Die meisten von diesen Präparaten enthalten sogenannte thermogene Inhaltsstoffe, wie z.B. Koffein oder andere Stimulantien, die den Puls erhöhen und damit auch den Kalorienbedarf erhöhen und den Metabolismus anregen. Daneben werden auch Abführmittel angewendet mit dem Ziel, die Darmperistaltik anzuregen. Während der Kur wird der Metabolismus durch erhöhte Wasserzufuhr und Förderung der Leberfunktion auch angekurbelt. Im Gegensatz zu Abnahmekuren, die eine schnelle Gewichtsreduktion bewirken, kann die Entschlackung eine lang anhaltende Lösung bieten. Weil es Zeit dauert, einen langsamen Stoffwechsel zu beheben. Bei langsamen Stoffwechsel ist es egal, was man verzehrt, führt alles zu Gewichtszunahme. Daher probieren die meisten Menschen in diesem Fall zahlreiche Abnahmemethoden aus, die am Anfang bei der Gewichtsreduktion helfen, aber nach ein paar Wochen stagniert das Abnehmen. Trotz regelmäßiges Trainings und des Verzichts auf Kohlenhydrate und Fette, kann man kein mehr Kilos verlieren. Dahinter kann auch ein langsamer Metabolismus stehen. Besonders wenn man auch Verdauungsprobleme wie häufige Verstopfung, harten Stuhlgang, Blähungen und Lebensmittelintoleranz hat. Eine Kur kann bei diesen Problemen eine effektive Hilfe leisten. Da eine Kur im Allgemeinen 3 Monate dauert, kann man dadurch ein lang anhaltendes Ergebnis erreichen. Während der Kur versorgt man den Organismus mit Vitaminen und Mineralien. Die Darmperistaltik und damit auch die Verdauung werden angeregt, weil bei einer Leberreinigung auch die Gallenfunktion gefördert wird. Daneben werden bei einer optimalen Entgiftungskur die für die Verdauung und für den ganzen Organismus unentbehrlichen Probiotika zugeführt.  Durch die Wiederherstellung der Darmflora kann man sogar Lebensmittelintoleranz beheben. Ein optimales Verdauungs- und Ausscheidungssystem ist Grundlage für einen funktionierenden Stoffwechsel. Wenn man also Gewicht verlieren will, kann eine Entschlackung dabei eine effektive Hilfe leisten.

Oft verhindert langsamer Metabolismus die Gewichtsreduktion, in diesem Fall kann aber eine Entgiftung helfen.

Leberentgiftung

Wir haben oben die Wichtigkeit einer Entschlackung mehrmals betont, aber hier werden wir in das Thema vertiefen. Die Leber gilt als ein multifunktionales „Kraftwerk” des menschlichen Körpers und ist u.a. für die Entfernung der Gifte zuständig. Warum ist dann eigentlich eine Entgiftungskur nötig? Wie schon erwähnt wurde, Ziel ist die Unterstützung der Entgiftungsorgane bei der Arbeit, um die natürlichen Entgiftungsprozesse des Organismus zu fördern. Bei einer Leberentgiftung wird die Gallenproduktion mithilfe an Antioxidantien reicher Präparate angeregt. Antioxidantien sind dazu fähig, die freien Radikale im Organismus zu binden. Daneben entlastet eine Kur die Leber und fördert ihre Regeneration. Die Leber ist das einzige lebenswichtige Organ, das sich erneuern kann. Aber die Erneuerung ist nur in dem Fall möglich, wenn sie nicht ständig belastet wird und sich nicht immer mit der Entfernung der Gifte und Linderung von Entzündungen beschäftigen muss. Daher ist es hochwichtig, während einer Entgiftungskur, Alkohol zu vermeiden, weil Alkoholkonsum die Leber belastet. Daneben ist es auch ratsam, auf Zigaretten teilweise oder völlig zu verzichten. Normalerweise verarbeitet die Leber die Fette, die dann weiter transportiert werden, aber wenn sie belastet wird (wegen regelmäßiges Alkoholkonsums und viraler Infektionen), werden die Fettzellen sich in der Leber ablagern und damit die Leberfunktionen beeinträchtigen. In extremen Fällen kann das sogar zu Fettleber führen. Während einer Kur sollte man fettreiche und gehaltvolle Gerichte vermeiden, um die Leber zu entlasten. Ein professionelles Entgiftungsmittel fördert auch den Abbau und Transport der Fette im Organismus und reinigt damit die Leber. Und zu guter Letzt ist die Förderung der Leberregeneration hochwichtig für die Leberentgiftung. Zahlreiche Heilkräuter und Wirkstoffe stehen zur Verfügung, die die Zellproduktion der Leber stimulieren können. Daneben spielen auch Vitamine eine wichtige Rolle bei diesem Prozess, also ein gutes Präparat sollte auch Vitamine enthalten.

Entgiftung und Darmreinigung

Viele Menschen sind sich nicht darüber im Klaren, worin sich Entgiftung und Darmreinigung unterscheiden. Entgiftung ist ein komplexer Prozess, wobei zahlreiche Organe, u.a. der Verdauungstrakt, gereinigt werden. Also führt man  im Rahmen einer Entgiftung auch eine Darmreinigung durch. Also sollte man eine Entgiftung nicht mit einer Darmreinigung verwechseln. Warum machen dann viele Menschen nur die Darmreinigung? Weil man in den meisten Fällen eine Darmreinigungskur mit dem Ziel macht, Verdauungsprobleme zu lösen, z. B. Blähungen, chronischen Durchfall, Verstopfung, Unterbauchschmerzen und inerte Darmbewegungen. Während einer Darmreinigung werden Präparate genommen, die den Stuhl weicher machen, Darmablagerungen entfernen, die wegen ihrer milden abführenden Wirkung die Darmbewegungen anregen und auch Parasiten im Darmtrakt mithilfe von Antiparaistenmitteln abtöten. Diese Präparate entfalten ihre Wirkungen schnell und bringen eine Erleichterung. Eine nachhaltige Wirkung bieten aber nur holistische Entgiftungsmethoden, die die Produktion der Verdauungssäfte fördern und die Darmflora unterstützen. Unabhängig davon, für welche Methode man sich entscheidet, ist die Zufuhr von Vitaminen und Mineralien hochwichtig, weil diese mit der Flüssigkeit ausgeschwemmt werden. Eine nicht pflanzliche Darmreinigungskur - wie Bittersalz, oder eine Colon-Hydro-Therapie - reinigt den Darmtrakt deutlich schneller. Diese Methode fördert aber die natürlichen Entgiftungsprozesse des Organismus nicht. Vor Beginn dieser Kuren sollte man den Arzt konsultieren und eine Darmaufbaukur wird auch benötigt.

Zahlreiche Heilkräuter können bei der Entgiftung helfen. Diese unterstützen die Funktionen der Entgiftungsorgane.

Entfernung der Toxine mit Heilkräutern

Wie es schon betont wurde, ist die Entschlackung ein komplexer Prozess, daher gibt es keine einzige entgiftende Wunderpflanze, die für jedes Organ gleich gut geeignet ist. Bei Heilkräutern sollte man auch auf die richtige Anwendung achten und bestimmte Eigenschaften berücksichtigen. Kräutertees haben in der Regel keinen stabilen Wirkstoffgehalt, weil er von verschiedenen Faktoren, z.B. Anbaumethode, Wetter und Anbaugebiet beeinflusst wird. Tinkturen sind standardisierte Auszüge mit einem stabilen Wirkstoffgehalt.
Die bekanntesten entgiftenden Heilkräuter ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Leberreinigung

Mariendistel (Silybum Marianum). Sie ist das meist angewendete Leberfunktionen fördernde Heilkraut. Ihr Wirkstoff, das Silymarin, wird aus ihren Samen gewonnen. Silymarin wirkt als Antioxidans und kann daher freie Radikale im Organismus binden. Außerdem fördert sie die Arbeit der Leber und hilft damit bei der schnelleren Ausleitung der Toxine und stimuliert die Zellregeneration.

Kurkuma (Curcuma longa). Ihr wichtigster Wirkstoff, das Kurkumin, sorgt auch für die gelbe Farbe. Kurkuma kann nicht nur als Gewürz verwendet werden, sondern verfügt auch über wohltuende Wirkungen auf zahlreiche Organe. Sie stimuliert die Produktion der Enzyme und schützt damit die Zellen vor den schädlichen Wirkungen von oxidativem Stress. Forschungsergebnisse haben nachgewiesen, dass Kurkuma auch bei Leberschäden infolge Diabetes und bei alkoholischer Fettleber erfolgreich angewendet werden kann. Daneben wirkt sie effektiv gegen Entzündungen und ist auch für deren Vorbeugung geeignet.

Artischocke (Cynara cardunculus). In Nordafrika und in Südeuropa ist diese Pflanze verbreitet, aber in Europa wird sie auch angebaut. Ihr Wirkstoff ist das Cynarin. Artischocke ist außerdem reich an Flavonoiden, Inulin und Mineralien. Sie wirkt galletreibend und fördert die Verdauung, daher wird sie zu fettreichen Gerichten besonders empfohlen. Daneben kann Artischocke den Blutzuckerspiegel senken und Blähungen lindern.

Blutreinigung, die Reinigung des Blutkreislaufsystems

Bärlauch (Allium ursinum). Diese Frühjahrs-Leckerei ist eine wahre Vitaminbombe, die heutzutage immer beliebter wird. Die zarten Blätter und Knollen der Pflanze werden in der Naturheilkunde verwendet. Bärlauch senkt den Blutdruck und beugt Fettablagerungen (Cholesterin) in den Blutgefäßen vor. Außerdem verfügt sie über milde blutverdünnende und verdauungsfördernde Wirkungen. Sie wirkt auch entkeimend auf den Darmtrakt.

Brennnessel (Urtica dioica). Wenn es um Entschlackung geht, darf man Brennnessel aus der Liste nicht auslassen. Sie reinigt das Blut, fördert die Blutbildung (sie ist reich an Eisen), daher gehört Brennnessel zu den beliebtesten Heilkräutern. Vor allem im Frühling und Herbst wird eine 6-wöchige Brennnessel-Reinigungskur empfohlen. Sie fördert die Nierenfunktion und Brennnesselwurzel-Tee leistet eine effektive Hilfe bei Prostataproblemen. Da sie den Harnsäurespiegel senkt, kann sie auch bei Arthritis und Gelenkschmerzen effektiv angewendet werden.

Nierenreinigung

Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense). Diese urzeitliche Pflanze ist besonders reich an Mineralien, u.a. Silizium – es gibt nur wenige Pflanzen, die Silizium enthalten. Ackerschachtelhalm sorgt für eine schöne Haut, Nägel und Haare. Bei Nieren- und Blasenproblemen kann er auch als Sitzbad und Tee erfolgreich angewendet werden. Daneben hemmt er Entzündungen, wirkt blutstillend, regt die Nierenfunktion an und verfügt über eine so starke entwässernde Wirkung, wie Maisbart. Bei Nierensteinen und Nierengrieß kann er eine effektive Hilfe leisten, aber während seiner Anwendung muss man viel Flüssigkeit zu sich nehmen und auf die Mineralienzufuhr achten.

Löwenzahn (Taraxacum officinale). Ähnlich wie Brennnessel wird er leider selten angewendet. Löwenzahn verfügt aber über reinigende und entgiftende Wirkungen. Er wirkt galletreibend, sorgt für die Gesundheit der Leber, reinigt das Blut, senkt den Cholesterinspiegel, den Blutzuckerspiegel und lindert die unangenehmen Symptome von Rheuma. Außerdem hat er eine starke entwässernde Wirkung, da er die Nierenfunktion anregt. Löwenzahn kann dauerhaft nicht angewendet werden, eher eine kurweise Anwendung wird empfohlen. Für die Entfernung der Gifte eignet sich Löwenzahnblätter-Tee am ehesten. Bei Magenproblemen und Diabetes wird Löwenzahnwurzel-Tee empfohlen.

Lymphreinigung

Wiesen-Labkraut (Galium mollugo). Es verfügt über ähnliche Wirkungen wie Echtes Labkraut und Kletten-Labkraut und wird vor allem bei Schilddrüsenproblemen angewendet. Aber es wirkt auch blutreinigend und hilft effektiv bei Nieren- und Prostataproblemen. Wiesen-Labkraut ist reich an Antioxidantien, Flavonoiden, Asperulosid und Gerbsäuren. Dank seiner wohltuenden Wirkungen auf den Hormonhaushalt bietet Wiesen-Labkraut eine Lösung gegen Hautprobleme.

Ringelblume (Calendula officinalis). Sie ist eine beliebte Pflanze, die über zahlreiche Heilwirkungen verfügt. Vor allem bei Hautproblemen wird sie wegen ihrer antibakteriellen und beruhigenden Wirkungen angewendet. Ihr Tee wurde seit dem Mittelalter gegen zahlreiche Verdauungsprobleme verwendet. Ringelblume wirkt beruhigend, krampflindernd, blutreinigend, entzündungshemmend, entkeimend, fördert die Leberfunktion und hilft bei Magengeschwür.

Darmreinigung

Flohsamen (Plantago ovata). Für Darmreinigung werden die Schalen des indischen und ägyptischen Flohsamens verwendet. Im Kontakt mit Wasser quellen Flohsamenschalen stark und bilden eine gallertartige Masse, die bei der Entfernung von Darmablagerungen hilft. Daneben regt sie die Darmperistaltik an und fördert die Entleerung. Flohsamenschalen sind sehr reich an Ballaststoffen, die das menschliche Verdauungssystem nicht abbauen kann. Für die wohltuenden Darmbakterien dienen aber Flohsamen als Nahrung und können den Blutzucker- und Cholesterinspiegel senken.

Arznei-Engelwurz (Angelica archangelica). Schon in den Klostergärten wurde diese engelhafte Heilpflanze angebaut. Sie fördert die Verdauung, lindert Krämpfe und wegen ihrer karminativen Wirkung wird Engelwurz seit langer Zeit bei Verdauungsproblemen angewendet. Die zur Familie der Doldenblütler gehörende Pflanze wird wegen ihres angenehmen Aromas und ihres süßen Geschmacks nicht nur in der Naturheilkunde, sondern auch in der Likörherstellung verwendet. Vor allem ihre Wurzel wird verwertet. Sie ist effektiv bei Appetitlosigkeit und wirkt auch beruhigend und entwässernd.

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