Eva MacPherson Autor: Eva MacPherson Ernährungsberaterin

Erkrankungen der Leber: Ursachen, Symptome und Therapie

Es gibt zahlreiche Erkrankungen der Leber. Sie können auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden.

Leberprobleme können durch zahlreiche organschädigende Faktoren ausgelöst werden. Wie Viren, Alkoholkonsum und Fettleibigkeit. Bestimmte Erkrankungen der Leber können auch erblich sein. Viele sind chronisch. Also halten sie jahrelang und verschwinden niemals. Aber chronische Lebererkrankungen können auch behandelt werden. Dafür ist vor allem eine Lebensstilveränderung und eine Ernährungsumstellung erforderlich.

Lebererkrankungen können sich aus verschiedenen Gründen entwickeln. Aber alle können die Leber schädigen und ihre Funktion beeinträchtigen. Sie werden am häufigsten durch Fettleibigkeit, nicht diagnostizierte Hepatitis (infektiöse Hepatitis) und übermäßigen Alkoholkonsum verursacht. Letzteres ist eine sehr häufige Ursache.

Welche Symptome können auftreten?

Die Symptome einer Lebererkrankung sind je nach Ursache unterschiedlich.

  • Gelbe Haut und Augen (Gelbsucht)

  • Bauchschmerzen und Schwellungen

  • Schwellung der Beine und Knöchel

  • Juckende Haut

  • Dunkler Urin

  • Heller Stuhlgang

  • Chronische Müdigkeit

  • Übelkeit oder Erbrechen

Die Erkrankungen der Leber können auch weitere Beschwerden herbeiführen. Wie verminderter Appetit, ständige Müdigkeit, juckende Haut und Blutergüsse. Leberschmerzen sind im oberen rechten Bauch direkt unter den Rippen zu spüren. Es ist im Allgemeinen ein dumpfer Schmerz unklaren Ursprungs. Schmerzen können manchmal sehr stark sein. Sie verursachen manchmal auch Rückenschmerzen. Schmerzen können auf die rechte Schulter ausstrahlen.

Es gibt vier Stadien von Lebererkrankungen

Je nachdem, wie stark die Leber betroffen ist, werden verschiedene Stadien unterschieden.

Stadium 1: Das erste Anzeichen einer Leberschädigung ist eine Entzündung.

Stadium 2: Fibrose ist der Beginn der Vernarbung der Leber.

Stadium 3: Schwere Narben führen zu Zirrhose.

Stadium 4: Leberversagen.

Zirrhose ist nicht heilbar, kann aber behandelt werden. Ärzte haben zwei Hauptziele: Leberschäden zu stoppen und Komplikationen zu vermeiden.

Welche sind die häufigsten Leberprobleme?

Leberprobleme können auf zahlreiche leberschädigende Faktoren zurückgeführt werden.

Es gibt viele Arten von Lebererkrankungen. Viruserkrankungen, wie Hepatitis A, B und C. Durch Drogen, Giften, Alkohol oder Krankheiten ausgelöste Erkrankungen, wie Fettleber und Leberzirrhose. Leberkrebs, Erbkrankheiten, wie Hämochromatose und Morbus Wilson.

Hepatitis

Hepatitis ist eine Virusinfektion der Leber. Es verursacht Entzündungen und Organschäden, was die Funktion der Leber erschwert.

Jede Virushepatitis ist ansteckend. Aber das Risiko für Hepatitis A und B kann durch Impfung oder andere vorbeugende Maßnahmen verringern werden. Wie safer Sex und Nichtteilen gebrauchter Nadeln.

Es gibt fünf Arten von Hepatitis:

  • Hepatitis A breitet sich normalerweise durch kontaminierte Lebensmittel oder Wasser aus. Die Symptome können ohne Behandlung verschwinden. Die Genesung kann einige Wochen dauern.

  • Hepatitis B kann akut (kurz anhaltend) oder chronisch (lang anhaltend) sein. Sie verbreitet sich durch Körperflüssigkeiten, wie Blut und Sperma. Hepatitis B ist behandelbar, aber sie ist unheilbar. Eine frühzeitige Behandlung ist hochwichtig für die Vorbeugung der Komplikationen. Daher wird eine regelmäßige Untersuchung bei Risikofaktoren empfohlen.

  • Hepatitis C kann auch akut oder chronisch sein. Sie wird am häufigsten durch Kontakt mit dem Blut einer mit Hepatitis C infizierten Person verbreitet. In den frühen Stadien ist sie oft asymptomatisch. In späteren Stadien führt sie zu dauerhaften Leberschäden.

  • Hepatitis D ist eine schwere Form der Hepatitis. Sie tritt nur bei Patienten mit Hepatitis B auf. Virus D kann sich nur mit Hilfe von Virus B vermehren. Es kann akut oder chronisch sein.

  • Hepatitis E führt eine akute Leberentzündung herbei. Sie wird normalerweise durch das Trinken von mit Stuhlgang kontaminiertem Wasser verursacht. Im Allgemeinen heilt sie in ein paar Wochen von selbst, ohne dauerhafte Komplikationen.

Unbehandelt kann eine Entzündung zu Vernarbungen in der Leber führen. Narbengewebe ersetzen die normalen Lebergewebe. Die Leberfunktion wird damit beeinträchtigt. Dieser Prozess wird Fibrose genannt. Wenn die Leberfunktion abnimmt, sammeln sich noch mehr Toxine und Fette in der Leber an. Narben können den Blutfluss zum Organ blockieren. In diesem Fall kann die Leber durch medikamentöse Therapie und eine Lebensstilveränderung gerettet werden. Da sie eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit hat.

Eine Leberzirrhose ist eine schwere Vernarbung der Leber. Die Leber kann in diesem Fall nicht mehr heilen. Die Entwicklung einer Leberzirrhose dauert manchmal 20 bis 30 Jahre. Ihre Symptome sind offensichtlich. Einige der Symptome und Komplikationen sind: Müdigkeit, Schwäche; Juckreiz, Appetitlosigkeit, Ödeme in den Beinen, Knöchel und im Bauch, spinnenartige Blutgefäße unter der Haut (Spinnenangiome) und Gelbsucht. Eine Leberzirrhose kann zahlreiche Komplikationen verursachen, z.B. Leberkrebs. Ziel der Behandlung ist es, die Bildung weiterer Narben zu verhindern und Komplikationen und Symptome zu behandeln. Wenn das Organ seine Funktionsfähigkeit verloren hat und nicht mehr heilen kann, heißt das ein Leberversagen. Aber was passiert, wenn die Leber nicht mehr funktioniert? In diesem Fall ist die beste Lösung eine Lebertransplantation. Darüber kann der Facharzt für Lebererkrankungen weitere Informationen geben.

Fettleber

Übermäßiger Alkoholkonsum führt zu alkoholischer Fettleber.

Fettansammlung in der Leber kann Fettleber herbeiführen.

Es gibt zwei Arten von Fettleber:

  • Alkoholische Fettleber infolge starkes Alkoholkonsums.

  • Nicht alkoholische Fettleber infolge Faktoren wie Übergewicht, Diabetes, Resorptionsstörungen oder hoher Cholesterinspiegel.

Ohne Behandlung können beide Arten Leberschäden, wie Leberzirrhose und Leberversagen verursachen. Durch eine Ernährungsumstellung und Lebensstilveränderung können die Symptome verbessert werden. Das Risiko für Komplikationen können auch damit vermindert werden. Diesbezüglich sollte man den Arzt konsultieren.

Autoimmunerkrankungen

Bei Autoimmunerkrankungen greift das Immunsystem fälschlicherweise gesunde Zellen im Organismus an. Bestimmte Autoimmunerkrankungen können das Immunsystem beeinflussen:

  • Autoimmunhepatitis verursacht Entzündungen. Ohne Therapie kann sie Leberzirrhose und Leberversagen herbeiführen.

  • Primäre biliäre Zirrhose (PBC) wird durch eine Schädigung der Gallengänge in der Leber verursacht. Als Folge sammelt sich Gallenflüssigkeit an.

  • Primäre sklerosierende Cholangitis schädigt allmählich den Gallengang, der dann blockiert wird. Daher sammelt sich die Gallenflüssigkeit in der Leber an. Sie führt zu einer Leberzirrhose oder einem Leberversagen.

Genetischer Ursprung

Man kann von den Eltern verschiedene Krankheiten erben. Auch Krankheiten, die die Leber beeinträchtigen:

  • Bei Hämochromatose speichert der Organismus mehr Eisen als er benötigt. Eisen lagert sich in verschiedenen Organen, auch in der Leber ab. Auf lange Sicht ist es schädlich, wenn Hämochromatose nicht behandelt wird.

  • Die Morbus Wilson ist eine Kupferspeicherkrankheit. Die Leber kann übermäßiges Kupfer durch die Gallenflüssigkeit nicht ausscheiden. Daher sammelt sich Kupfer in der Leber an. Wenn Kupfer in den Blutkreislauf gelangt, schädigt es auch andere Organe, u.a. das Gehirn.

  • Die Morbus (Gilbert) Meulengracht ist nicht bösartig. Diese Stoffwechselstörung ist eine chronische Erkrankung. Es ist eine Störung des Bilirubinabbaus.

  • Bei einem erblich bedingtem Alpha-1-Antitrypsin Mangel (AT) kann der Organismus nicht genügend Alpha-1-Antitrypsin produzieren. Es ist ein Eiweiß, das die Wirkung anderer proteinabbauender Enzyme blockiert. Die Folgen sind Lungen- und Lebererkrankungen. Es ist nicht heilbar, aber es lässt sich gut behandeln.

Krebs

Wenn Leberkrebs sich in der Leber entwickelt, heißt das ein primärer Leberkrebs. Wenn der Krebs sich in anderen Bereichen des Körpers entwickelt und er sich später auf die Leber ausbreitet, ist das ein sekundärer Leberkrebs. Die häufigste Art ist das hepatozelluläre Karzinom. Komplikationen anderer Leberprobleme können zum Leberkrebs führen. Besonders die, die nicht behandelt werden.

Zirrhose

Zirrhose bezieht sich auf die Vernarbung der Leber. Sie wird durch verschiedene Lebererkrankungen und andere leberschädigende Faktoren, wie Alkoholkonsum verursacht. Mukoviszidose und Syphilis können auch zu Leberschäden und zu Leberzirrhose führen. Sie ist unheilbar, aber lässt sich im Anfangsstadium gut behandeln. Wenn Zirrhose nicht behandelt wird, kann sie Komplikationen herbeiführen und lebensgefährlich sein.

Leberversagen

Chronisches Leberversagen tritt auf, wenn ein großer Teil des Organs geschädigt ist und daher nicht richtig funktionieren kann. Meist entwickelt sich das mit Leberzirrhose verbundene Leberversagen langsam. Im Anfangsstadium merkt man fast keine Symptome. Im Laufe der Zeit treten aber sie auf. Die häufigsten Symptome:

  • Gelbsucht

  • Durchfall

  • Störungen

  • Müdigkeit und Schwäche

  • Übelkeit

Ein akutes Leberversagen tritt plötzlich auf. Häufig infolge übermäßiges Alkoholkonsums oder einer Vergiftung. Die Heilung hängt davon ab, wie schwere Leberzirrhose man hat. Es beeinflusst auch die Heilung, ob er mit dem Alkoholkonsum aufhört. Nur 50 Prozent der Menschen mit schwerer alkoholischer Leberzirrhose überleben die ersten 2 Jahre und nur 35 Prozent die ersten 5 Jahre. Die Genesung ist schwieriger und langsamer, wenn Komplikationen (z. B. gastrointestinale Blutungen, Enzephalitis) vorhanden sind.

Alveoläre Echinokokkose

Sie ist eine Fuschbandwurminfektion. Der Wurm lebt in Hunden, Katzen und Füchsen aber kann auch Menschen befallen. Die befallenen Teile der Leber werden geschädigt und müssen entfernt werden.

Zystische Echinokokkose

Sie ist eine Hundbandwurminfektion. Die Parasiten gelangen in die Leber und verursachen da Zysten. Diese müssen chirurgisch entfernt werden.

Diagnose

Der Arzt wird eine körperliche Untersuchung und eine Laboruntersuchung zur Diagnose anordnen. Ersteres umfasst Ultraschall-, CT- und MRT-Scans. Die Leberbiopsie gilt als die beste Methode zur Diagnose von Lebererkrankungen.

Woran erkennt man wenn die Leber nicht richtig arbeitet?

Eine Blutuntersuchung kann bei der Diagnose von Lebererkrankungen helfen. Bei der Schädigung der Leberzellen verändern sich die Leberwerte. Leberwerte weisen auf bestimmte Erkrankungen hin und helfen dem Arzt bei der Diagnose. Bei der Blutuntersuchung werden 8 Leberwerte beobachtet.

  • GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase): Ein erhöhter GOT-Wert weist nicht eindeutig auf Lebererkrankungen hin. Nach einer Herzinfarkt kann er auch erhöht werden.

  • GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase): Wenn dieser Wert erhöht ist, weist das auf eine Erkrankung der Leber oder der Gallenwege hin.

  • Gamma-GT (Gamma-Glutamyl-Transferase): Ein erhöhter Gamma- GT Wert weist auf Leber- oder Gallenwegserkrankungen und alkoholbedingte Leberschäden hin.

  • AP (alkalische Phosphatase): Bei Lebererkrankungen und bei Erkrankungen der Knochen ist dieser Wert erhöht.

  • Bilirubin: Abbauprodukt des Hämoglobins

  • Albumin: Bluteiweiß

  • Cholinesterase (ChE): Eiweiß

  • Quickwert (TPZ): Dient zur Beurteilung der Blutgerinnung.

Bei der Senkung erhöhter Leberwerte kann die Anwendung von Heilpflanzen, wie Löwenzahn, Gemeiner Wegwarte, Silymarin und Artischocke helfen.

Was kann die Leber regenerieren?

Wie kann man die Gesundheit der Leber wiederherstellen? Die Leber zu Hause heilen

Viele Menschen fragen sich, wie die Leber regeneriert werden kann. Hier sind 13 Tipps zur Regeneration der Leber:

  • Halten Sie ein normales Körpergewicht aufrecht

  • Ernähren Sie sich ausgewogen

  • Treiben Sie regelmäßig Sport

  • Vermeiden Sie Gifte

  • Trinken Sie Alkohol in Maßen

  • Vermeiden Sie den Konsum illegaler Drogen

  • Benutzen Sie keine kontaminierten Nadeln

  • Teilen Sie Ihre persönlichen Gegenstände (Rasierer, Zahnbürste usw.) nicht mit anderen

  • Achten Sie auf safen Sex

  • Waschen Sie sich die Hände regelmäßig

  • Befolgen Sie die Gebrauchsanweisungen von Medikamenten

  • Impfungen

Vergessen Sie nicht! Man sollte sich auf die Prävention von Krankheiten konzentrieren. Ein gesunder Lebensstil ist unentbehrlich. Die Ernährung spielt die wichtigste Rolle dabei. Man sollte sich ausgewogen ernähren und alles in Maßen verzehren. Die Entgiftung der Leber kann auch bei der Vorbeugung von Leberproblemen helfen. Bei schweren Lebererkrankungen ist eine medizinische Hilfe erforderlich. Der Arzt sollte die adäquate Therapie bestimmen.

Quellen:

https://www.healthline.com/health/liver-diseases

https://liverfoundation.org/13-ways-to-a-healthy-liver/

https://www.thejakartapost.com/life/2016/08/28/what-happens-in-the-4-stages-of-liver-disease.html

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