Dr. Tóth Sára Rebeka Autor: Dr. Tóth Sára Rebeka Belgyógyász

Eine funktionelle Darmerkrankung, das Reizdarmsyndrom (RDS)

Eine funktionelle Darmerkrankung, das Reizdarmsyndrom (RDS)

Die funktionelle Darmstörung, Reizdarmsyndrom (RDS) ist eines der häufigsten funktionellen Darmerkrankungen weltweit. Das Darmsyndrom ist eine Funktionsstörung des Verdauungstraktes. Es ist eine Funktionsstörung, die mit chronischen Beschwerden verbunden ist, wie Bauchschmerzen, unregelmäßiger Stuhlgang, oder diese wechseln sich ab; Blähungen. Ein typisches Symptom ist eine unnormale Darmfunktion, die jedoch nicht auf ein Organproblem zurückzuführen ist. Die genaue Ursache und der Mechanismus der Krankheit sind unbekannt. Nach verschiedenen Theorien sind dafür Folgende verantwortlich: Das Umkippen des Gleichgewichts der Darmflora, psychischer Stress, nervöse Störungen, frühere Darminfektionen, Darmentzündungen oder Überempfindlichkeit des Immunsystems.

Reizdarmsyndrom gehört zu den Funktionsstörungen des Magen-Darm-Trakts und verursacht chronische Beschwerden, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

Inzidenz von RDS, epidemiologische daten

Bei Erwachsenen beträgt die Inzidenz ca. 10-15%. Die Erkrankung kommt überwiegend in entwickelten Industrieländern vor. Es ist grundsätzlich 2-4 mal häufiger bei Frauen als bei Männern. RDS tritt am häufigsten bei 20-50-Jährigen auf. Es ist jedoch bei älteren Patienten nicht selten, aber die Zahl der organbezogenen Erkrankungen bei Senioren ist viel höher als die Inzidenz von RDS.

Krankheitsbild

Die Symptome der Krankheit variieren stark; vielmehr treten sie tagsüber auf und klingen abends ab, variieren in ihrer Intensität und kehren typischerweise zurück. Die Symptome treten häufig nach einer Mahlzeit auf, insbesondere nach zu schnellem Essen und nach dem Verzehr großer Portionen. Das Auftreten und die Zunahme von Beschwerden hängen oft mit psychischer Belastung und Stress zusammen.

Symptome von RDS:

  • krampfartige, brennende, stechende Bauchschmerzen, Beschwerden, deren Ausmaß und Lage variieren. Sie werden normalerweise nach dem Stuhlgang gelindert,
  • ständiges Völlegefühl,
  • Veränderungen der Stuhlbeschaffenheit und der Häufigkeit des Stuhlgangs: Durchfall oder Verstopfung oder beides,
  • Blähungen, laute Darmgeräusche, vermehrte Darmperistaltik,
  • Übelkeit, Erbrechen,
  • Weitere charakteristische Symptome außerhalb des Magen-Darm-Trakts: Schlafstörungen, psychische Erkrankungen (z.B. Depressionen, Angstzustände), häufige Lethargie, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen.
  • Druckgefühl im Unterbauch, Durchfall; verdauungsorganbezogene Beschwerden.

Anhand der Stuhlkonsistenz und der Häufigkeit des Stuhlgangs lassen sich 4 Subtypen des Reizdarmsyndroms unterscheiden.

Anhand der Stuhlkonsistenz und der Häufigkeit des Stuhlgangs lassen sich 4 Subtypen des Reizdarmsyndroms unterscheiden:

  • RDS-D, bei dem Durchfall vorherrscht („D“ steht für diarrhoea, lateinisch für Durchfall),
  • RDS-C, bei dem Verstopfung vorherrscht („C“ wie constipatio, lateinisch für Verstopfung),
  • RDS-M, bei dem sich Verstopfung und Durchfall abwechseln („M“ als mixed, also gemischt),
  • IBS-U, nicht näher bezeichnete Form („U“, unspecified, nicht näher bezeichnet).

Diagnose von RDS

Es gibt keine Untersuchung, damit RDS eindeutig festgestellt werden kann. Daher erfolgt die Diagnose meist „ausschließend“, dh basierend auf dem Ausschluss anderer Krankheiten mit ähnlichen Symptomen, hauptsächlich organbedingten Ursprungs. Grundsätzlich ist Reizdarm eine harmlose Krankheit, sie verkürzt die Lebenserwartung nicht. Viele andere Krankheiten, die zu schweren, gefährlichen Komplikationen führen können, haben jedoch ähnliche Symptome, deren Ausschluss sehr wichtig ist.

Für die Differentialdiagnose wichtige Krankheiten, die RDS-ähnliche Symptome verursachen:

  • entzündliche Darmerkrankungen (IBD: inflammatory bowel disease): Morbus Crohn, Colitis ulcerosa* die Abkürzungen für die beiden Krankheiten (RDS und IBD) können leicht verwechselt werden, aber es ist wichtig zu wissen, dass es sich trotz der Ähnlichkeit um zwei unterschiedliche Krankheiten handelt
  • Dickdarmkrebs
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
  • Glutensensitivität (Zöliakie),
  • Infektionen.

Mit welchen Tests kann der Patient während der Untersuchung rechnen?

  • gründliche Erfassung der Krankengeschichte und Beschwerden,
  • körperliche Untersuchung,
  • Bluttest,
  • Stuhluntersuchung,
  • Nahrungsmittelunverträglichkeitstests,
  • Ultraschall des Abdomens, in einigen Fällen CT-Untersuchung des Abdomens,
  • endoskopische Untersuchungen: Koloskopie (Dickdarmspiegelung),
  • psychologische, psychiatrische Untersuchung.

In allen Fällen ordnet der behandelnde Arzt nach persönlicher Beratung die notwendigen Untersuchungen an. Bei der Diagnosestellung, bei der Betrachtung der durchzuführenden Tests, müssen insbesondere bestimmte Symptome berücksichtigt werden, die sogar auf andere schwerwiegende Erkrankungen hinweisen können – diese werden als „Alarm- oder Warnsymptome“ bezeichnet. Bei Vorliegen von diesen ist eine verstärkte, detailliertere Untersuchung unbedingt erforderlich.

Andere Alarmsymptome, die auf eine schwere Erkrankung hinweisen können:

  • wenn die Beschwerden ab dem 50. Lebensjahr auftreten (in diesem Alter ist das Risiko für bösartigen Dickdarmkrebs höher und ein Tumor kann hinter veränderten Stuhlgewohnheiten stehen),
  • entzündliche Darmerkrankungen in der Familie, bösartiger Dickdarmkrebs,
  • Blut im Stuhl, schleimiger Stuhl,
  • häufiger Durchfall in der Nacht,
  • immer stärkere Bauchschmerzen
  • Anämie,
  • erheblicher Gewichtsverlust.

Behandlungsmöglichkeiten von RDS

Eine gezielte kausale Therapie steht derzeit noch nicht zur Verfügung. Die Behandlung kann nur die Beschwerden lindern. Die komplexe symptomatische Behandlung umfasst eine geeignete Diät und gesunde Ernährung, medikamentöse Therapie und psychische Führung, in einigen Fällen Psychotherapie, psychiatrische Pflege.

Ernährung, Ernährungsgewohnheiten:

  • Es gibt keine spezielle RDS-Diät, aber eine ballaststoffreiche Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr werden empfohlen,
  • Darmgasproduktion stimulierende und scharfe Speisen meiden,
  • übermäßigen Alkohol- und Kaffeekonsum vermeiden,
  • mehrere kleine Mahlzeiten haben,
  • Ein Ernährungstagebuch und Selbstkontrolle können viel helfen
  • Es ist ratsam, nach der Diagnose von RDS einen Ernährungsberater zu konsultieren.

Medikamente:

  • krampfstillende Mittel, Schmerzmittel gegen Bauchschmerzen,
  • Abführmittel bei Verstopfung
  • Mittel gegen Durchfall,
  • Probiotika,
  • Präparate zur Regeneration der Schleimhaut,
  • Mittel gegen Blähungen,
  • Heilkräuter: Kamille, Fenchel, Anis, Pfefferminze,
  • In einigen Fällen können auch Medikamente gegen mit RDS verbundenen psychischen Erkrankungen (z. B. Depression) bei der Behandlung von RDS-Symptomen helfen.

Psychische Behandlung:

  • Entspannungsübungen,
  • Psychotherapie,
  • Stressabbau,
  • regelmäßige Bewegung wirkt positiv auf die psychische Gesundheit,
  • in einigen Fällen psychiatrische Pflege, Behandlung einer Begleiterkrankung.

Komplexe Behandlungen werden immer von einem Spezialisten individuell abgestimmt. Idealerweise arbeitet ein Team zusammen, um die Beschwerden des Patienten zu verbessern, zu dem nicht nur ein Gastroenterologe, sondern auch ein Ernährungsberater, Psychologe oder Psychiater gehören kann. Die Einnahme von Medikamenten wird auf Dauer nicht empfohlen. Wenn möglich, sollte ein gesunder Lebensstil, eine gesunde Ernährung und eine psychologische Behandlung bevorzugt werden.

Zusammenfassung, „take home message”

RDS ist eine Funktionsstörung des Verdauungstraktes und verursacht funktionelle Darmbeschwerden. Es ist eine harmlose Krankheit, aber ihre Symptome sind äußerst unangenehm und beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen. Die Diagnose wird meist nach Ausschluss anderer Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen gestellt. Es gibt keine spezielle eindeutige pathologische Untersuchung. Es ist hochwichtig, auf die „Alarmsymptome“ zu achten, damit schwerwiegende Erkrankungen nicht von der Diagnose RDS erfasst werden – auch wenn es schon lange besteht! Es stehen komplexe symptomatische Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die immer individuell angepasst werden. Es ist ratsam, die medikamentöse Therapie nur für kurze Zeit und gelegentlich anzuwenden. Man sollte auf die Ernährung und Lebensweise achten, einen Ernährungsberater aufsuchen und ein Tagebuch über die Symptome zu führen. Regelmäßige fachärztliche Untersuchungen sind für die betroffenen Patienten unbedingt erforderlich.


Quellen:
Rebecca M Lovell , Alexander C Ford: Global prevalence of and risk factors for irritable bowel syndrome: a meta-analysis (2012) 
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22426087/
https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/irritable-bowel-syndrome/symptoms-causes/syc-20360016

Quellen der Bilder::
https://aanmc.org/featured-articles/naturopathic-approaches-to-ibs/
https://examine.com/nerd/article/interesting-bacterial-solution-for-irritable-bowel-syndrome/

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