Dr. Sarah Rebecca Toth Autor: Dr. Sarah Rebecca Toth Innere Medizin

Insulinresistenz- Symptome. Was kann man dagegen tun?

Die Bauchspeicheldrüse, ganz genau ihre Betazellen in den Langerhans-Inseln produzieren das Hormon Insulin. Es dient unter anderem dazu, Glukose aus dem Blut in die Zellen zu bringen und so deren Energieversorgung sicherzustellen. Gleichzeitig reguliert es den Glukosespiegel im Blut, also den Blutzuckerspiegel. Zum Thema finden Sie hier in unserem Artikel nützliche Infos!

DAS KRANKHEITSBILD DER IR 

Was ist Insulinresistenz? Definition von Insulinresistenz: Unter Insulinresistenz (IR) versteht man den pathologischen Zustand, bei dem die Wirkung des produzierten Insulins abgeschwächt ist, die Empfindlichkeit der Zielzellen gegenüber Insulin verschlechtert ("resistent wird"). Infolgedessen wird deutlich mehr Insulin benötigt, damit die Zellen die richtige Menge an Glukose aufnehmen und verwerten können, und der richtige Blutzuckerspiegel gehalten werden kann.

Insulinresistenz

Eine deutlich erhöhte Insulinproduktion kann im Laufe der Zeit zur Erschöpfung der Betazellen, zur Ansammlung der Glukose im Blut und zur Entwicklung einer Kohlenhydratstoffwechselstörung und Diabetes führen.

PRÄVALENZ DER IR- WIE HÄUFIG IST SIE?

Insulinresistenz ist eine sehr verbreitete Volkskrankheit unserer Zeit, die jedoch erst spät entdeckt wird. Grundsätzlich sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Häufig wird Insulinresistenz während der Familiengründung diagnostiziert, wenn eine umfassende Untersuchung und Laboruntersuchung auf der Suche nach dem Grund der Unfruchtbarkeit bei Kinderwunsch durchgeführt wird. Es tritt häufig gleichzeitig mit dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCO) auf.

Die Erkrankung wird unterdiagnostiziert, da in vielen Fällen ohne charakteristische Symptome der Blutinsulinspiegel nicht routinemäßig überwacht und keine Zuckertests durchgeführt werden.

URSACHEN UND RISIKOFAKTOREN DER IR- WAS VERURSACHT DIE KRANKHEIT UND WELCHE RISIKOFAKTOREN SOLLTEN VERMIEDEN WERDEN?

Die genaue Ursache der Insulinresistenz ist unbekannt. Bei seiner Entstehung spielen ererbte, genetische Faktoren und erworbene „äußere“ Einflüsse eine Rolle.

Mögliche Risikofaktoren:

  • Genetische Veranlagung: Erhöht das Risiko für Insulinresistenz, wenn Typ-2-Diabetes in der Familie vorhanden ist;
  • Erworbene lebensstilbedingte Faktoren: Adipositas (insbesondere abdominal, sog. zentraler Typ), bewegungsarme Lebensweise, kohlenhydratreiche, kalorienreiche Ernährung, Vitamin-D-Mangel, Rauchen;
  • Medikamente: z.B. Steroide, bestimmte hormonhaltige Präparate, Antipsychotika, Anti-HIV-Medikamente;
  • Hormonelle Erkrankungen: Hypothyreose, Cushing-Syndrom, Akromegalie, polyzystisches Ovarialsyndrom (PCO);
  • Schwangerschaft;
  • Fettstoffwechselstörungen (Dyslipidämie, Hyperlipidämie);
  • Schlafapnoe;
  • Vorhandensein einer chronischen Entzündung im Körper,
  • Bewegungsmangel,
  • Vorhandensein von Bluthochdruck, hohem Blutzucker Wert und Fettstoffwechsel Störungen

SYMPTOME VON INSULINRESISTENZ-WELCHE SIND DIE TYPISCHEN SYMPTOME DER KRANKHEIT?

Aufgrund des Verdachts auf andere Krankheiten wird oft an IR gedacht und vermutet. Seine Symptome sind oft vielfältig und unspezifisch.

Mögliche Symptome:

  • Menstruationsstörungen, Unfruchtbarkeit,
  • erektile Dysfunktion bei Männern
  • Übergewicht, Fettleibigkeit, erfolglose Diäten, vermehrtes Hungergefühl,
  • starker Haarwuchs, „männliches“ Haar bei Frauen,
  • Akne, fettige Haut,
  • dunkle Verfärbung bestimmter Hautbereiche (Acanthosis nigricans),
  • vermehrtes Schwitzen
  • Depression, chronische Müdigkeit, Schlafstörungen,
  • regelmäßige Kopfschmerzen
  • Haarausfall.

DIAGNOSE DER IR- WIE KANN SIE DIAGNOSTIZIERT WERDEN?

Wie kann man Insulinresistenz feststellen? Bei Verdacht, kann eine Insulinresistenz einfach durch die Bestimmung des Nüchternblutzuckers und des Insulinspiegels und die Durchführung eines Zuckerbelastungstests (OGTT) diagnostiziert werden.

IR ist durch einen normalen Blutzuckerspiegel gekennzeichnet, wird aber von einem hohen Insulinspiegel begleitet. Wenn allein nüchterne Blutzuckerwerte (über 6,0 mmol/l) auf eine vorbestehende Störung des Kohlenhydratstoffwechsels hinweisen, sollte  eine entsprechende Therapie baldmöglich eingeleitet werden.

Insulinresistenz Test:

  • Nüchternblutbild, HOMA-Index: Der HOMA-Index ist das Multiplikation von Nüchternblutzucker und Nüchterninsulin geteilt durch 22,5. Liegt der Wert über zwei, bedeutet es eine Neigung zur Insulinresistenz, liegt er über 4, handelt es sich  höchstwahrscheinlich um IR.
  • Zuckerbelastungstest (OGTT): Der Ausgangswert, der Nüchternblutzucker sowie der Insulinspiegel werden gemessen, dann nimmt der Patient 75 Gramm in Wasser gelöste Glukose zu sich und wird dann der Blutzucker- und Insulinspiegel (normalerweise nach 60 und 120 Minuten, aber es gibt eine „ multipoint") bestimmt. Dieser Test zeigt die Reaktion des Körpers auf Zucker, die Geschwindigkeit der Insulinfreisetzung.

Zur Erkennung der Krankheit sind beide der oben genannten Tests erforderlich, ein Test reicht nicht. Es ist möglich, dass der HOMA-Index im Normbereich liegt, jedoch während der Zuckerbelastung eine pathologische Insulinantwort bestätigt wird, so dass weiterhin eine IR besteht.

Bei diagnostizierter IR können weitere Untersuchungen der Inneren Medizin, Gynäkologie, Endokrinologie erforderlich sein.

BEHANDLUNG VON INSULINRESISTENZ- WELCHE BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN GIBT ES?

Wie kann man Insulinresistenz beheben? Sie ist eine anhaltende, chronische Erkrankung, die im Laufe der Zeit ohne Therapie zu Typ-2-Diabetes führen kann. Das Ziel der Therapie besteht darin, den Insulinspiegel zu normalisieren, was mit dem Abklingen zahlreicher Begleitsymptomen einhergeht. Lebensstilveränderungen sind hochwichtig bei einer komplexen Therapie, aber in einigen Fällen kann eine zusätzliche medikamentöse Therapie erforderlich sein.

Insulinresistenz Diät

  • Diät und Ernährung bei Insulinresistenz: Sie besteht darin, die Kohlenhydrat- und Fettzufuhr zu reduzieren und sie täglich gleichmäßig zu verteilen. Im Durchschnitt liegt die empfohlene Menge an Kohlenhydraten zwischen etwa 140 und 180 Gramm pro Tag, je nach Geschlecht, Gewicht und Schweregrad des metabolischen Syndroms. Es wird bevorzugt, langsam resorbierbare Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Index zu sich zu nehmen, die nicht zu einer schnellen Freisetzung von Insulin führen. Es ist ratsam, die mediterrane Diät zu folgen. Der Konsum von raffiniertem Zucker, Honig und Weißmehl sollte unter anderem vermieden werden. Es wird auf jeden Fall empfohlen, einen Ernährungsberater zu konsultieren und gemeinsam einen langfristigen Speiseplan zusammenzustellen.
  • Sport: Empfohlen wird 3-4 mal wöchentlich Sport von mindestens 30 Minuten, Sportarten, die nicht nur zur Gewichtsreduktion beitragen, sondern auch die Insulinsensitivität des Gewebes verbessern.
  • Medikamentöse Therapie: In einigen Fällen kann eine medikamentöse Therapie erforderlich sein. Der zur Gruppe der Antidiabetika gehörende Wirkstoff Metformin wirkt sich positiv auf die Insulinsensitivität und den Blutzucker aus. Auch bei Medikamenten sind Ernährung und regelmäßige Bewegung unerlässlich.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Vitamin D und Inositol wirken wohltuend. Mit dem Verzehr von mindestens 2 g Omega-3-Fettsäuren pro Tag kann die Krankheit reduziert werden. Sie senken auch Bluttriglyceride.
  • Auf die Darmgesundheit achten: Es wird empfohlen Ballaststoffe und fermentierte Lebensmittel zu essen, da sie für das Gleichgewicht der Darmflora sorgen.
  • Ausreichend schlafen
  • Stressabbau

PROGNOSE DER IR - WORAUF MUSS MAN SICH VORBEREITEN?

Kann man Insulinresistenz rückgängig machen? IR ist grundsätzlich eine behandelbare Erkrankung, aber eine Langzeittherapie erfordert viel Geduld. Eine komplette Lebensstilveränderung wird empfohlen, um den betroffenen Patienten ein Leben lang zu begleiten. Regelmäßige medizinische Versorgung und Zusammenarbeit sind sehr wichtig.

Ohne entsprechende Behandlung führt die ständige Zunahme der Insulinproduktion zur Erschöpfung der Betazellen, zur Ansammlung der Glukose im Blut, was zu einer Störung des Kohlenhydratstoffwechsels und im Laufe der Zeit zu Diabetes mellitus Typ 2 führt. Daher wird IR auch gemeinhin als „Prädiabetes“ , eine Vorstufe von Diabetes bezeichnet.

Mit einer geeigneten Therapie kann der Insulinspiegel normalisiert und das Gleichgewicht wiederhergestellt werden, wodurch Typ-2-Diabetes und seinen Komplikationen verhindert werden.

Quellen der Bilder:
https://www.shape.com/healthy-eating/diet-tips/should-you-see-dietitian
 

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