Leberentzündung (Hepatitis): Ursachen, Symptome und Behandlung

Eine Leberentzündung ist mit der Entzündung der Leberzellen und mit Leberschäden verbunden

Die Leber ist ein lebenswichtiges Organ. Eine Leberentzündung (Hepatitis) ist mit einer Entzündung der Leberzellen und mit Leberschäden verbunden. Es gibt verschiedene Arten und Ursachen. Aber die Symptome können ähnlich sein. Hepatitis erhöht das Risiko für chronische Lebererkrankungen und Leberkrebs. Daher müssen Patienten mit einer chronischen Leberentzündung behandelt werden.

Schmerzen bei Leberentzündung

Es gibt keine Nervenfasern in der Leber, die Schmerzen übertragen könnten. Der Schmerz kann jedoch durch Spannungen in das Organ umgebenden Bindegeweben ausgelöst werden, wenn die Leber anschwillt oder sich wegen entzündlicher Prozesse Narben bilden. Hepatitis verursacht alleine keine Schmerzen. Wegen der Spannung in der Leberhülle können Patienten stechende Schmerzen spüren.

Ursachen, Infizierung und Formen von Hepatitis

Hepatitis wird normalerweise durch eine Virusinfektion ausgelöst. Es gibt jedoch auch andere mögliche Ursachen. Zum Beispiel ein Autoimmunursprung, Medikamente. Sie kann auch als sekundäre Folge von Toxinen, Drogen und Alkohol auftreten. In fortgeschrittenem Zustand führt sie Fibrose, also Narbenbildung herbei. Eine schwere Narbenbildung macht die Leberfunktion unmöglich. Viele Viren, zum Beispiel das die Mononukleose verursachende Virus oder Cytomegalievirus, können Entzündungen in der Leber hervorrufen.

Virushepatiden: Die Viren, die hauptsächlich das Hepar angreifen, werden als Hepatitis-Viren bezeichnet. Es gibt verschiedene Arten A, B, C, D E und G:

  • Die Hepatitis A: Sie wird vor allem fäkal und oral übertragen. Über infizierte Trinkwasser, Nahrung und wenn man sich nach dem Toilettengang die Hände nicht gründlich wäscht. Die Inkubationszeit dauert 15-50 Tage.
  • B: Sie wird durch Blut, Sexualkontakte und Körperflüssigkeiten übertragen. Dieser Typ kann akut oder chronisch sein. Die Inkubationszeit dauert 2-4 Monate.
  • C: Etwa 71 Millionen sind weltweit davon betroffen. Das Virus lässt sich über Körperflüssigkeiten, vor allem über Blut übertragen. Eine Infektion kann über Jahren schleichend verlaufen. Sie stellt ein hohes Risiko für Leberzirrhose und Leberkrebs dar.
  • D: Es kommt bei Menschen mit Hepatitis B Infektion vor, weil das Virus D sich nur mit Hilfe von Virus B vermehren kann.
  • E: Dieses Virus wird durch Trinkwasser und Nahrung übertragen und kommt vor allem in Asien und Afrika vor. Eine Infektion ist nur bei Schwangeren gefährlich. Sie Symptome klingen nach 6 Wochen ab.
  • G: Die G-Version wurde kürzlich entdeckt.

Die Viren replizieren (vermehren) sich vor allem in den Leberzellen. Dies kann zum Leberversagen führen. Es wird angenommen, dass Virushepatitis bei Menschen mit niedrigem sozialen und wirtschaftlichen Status und bei Ungebildeten zehnmal häufiger auftritt. In Ländern mit schlechter Hygiene erhöhen Lebensmittel- und Wasserverschmutzungen das Risiko. Obwohl Bluttransfusionen zuvor ein hohes Übertragungsrisiko der Krankheit bedeuteten, gehören heute zu den seltenen Ursachen. Bei dem Verdacht auf eine Infektion ist eine Untersuchung nötig. Gesundheitspersonal, Mitarbeiter in der Abwasser- und Wasseraufbereitung, intravenöse Drogenkonsumenten, Menschen mit mehreren Sexualpartnern sowie HIV-Patienten und Personen mit einer Blutgerinnungsstörung sind der Krankheit mehr ausgesetzt. Etwa ein Drittel der Infektionen hat eine unbekannte oder nicht identifizierbare Ursach

Alkoholhepatitis (Leberentzündung durch Alkohol): Übermäßiger Alkoholkonsum kann zu Leberschäden und Entzündungen führen. Dies wird als alkoholische Hepatitis bezeichnet. Alkohol zerstört direkt die Leberzellen. Im Laufe der Zeit kann es dauerhafte Schäden verursachen, die zu einem Leberversagen, einer Leberzirrhose, Lebervergrößerung und Lebervernarbung führen können. Die Genesungszeit hängt davon ab, ob der Patient auf Alkohol verzichtet. Er darf nicht mehr trinken. Die Regeneration einer alkoholischen Lebererkrankung kann durch eine Diät, Änderung des Lebensstils, Medikamente und Lebertransplantation erfolgen. Eine gesunde Ernährung bei Leberentzündung ist hochwichtig.

Autoimmunhepatitis (auch als AIH bekannt) ist eine chronische, mehr als sechs Monate anhaltende, aber normalerweise lebenslange autoimmune Lebererkrankung.  Zum Glück kommt sie aber selten vor. Sie kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen auftreten, 3-4 Mal häufiger bei Frauen. Sie kann in jeder Altersgruppe auftreten, aber vor allem 45 jährige Frauen sind davon betroffen. 30-50 Prozent der Menschen mit dieser Krankheit haben auch andere Autoimmunerkrankungen. Zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen, rheumatoide Arthritis, Colitis ulcerosa oder Diabetes Typ 1. Die Ursache der Autoimmunhepatitis ist nicht klar. Bestimmte Medikamente, Berührung mit Toxinen oder genetische Veranlagung können dahinter stehen.

Toxische Leberentzündung: Übermäßiger Gebrauch oder Überdosierung von Medikamenten und Toxinenbelastungen schädigen das Organ.

Häufige Symptome von Leberentzündung

Viele Menschen mit HAV, HBV und HCV haben nur milde oder keine Symptome. Diese treten auf, falls die Leberschäden schon die Leberfunktion beeinträchtigen.

Wie macht sich eine Entzündung der Leber bemerkbar?

Die Anzeichen und Hautsymptome einer akuten Erkrankung treten schnell auf:

Der chronische Typ entwickelt sich langsam, daher sind die Anzeichen und Symptome für eine lange Zeit mild und unbemerkbar. Selten entwickeln Personen mit akuter HAV- und HBV-Infektion eine schwere Entzündung und eine akute fulminante Hepatitis. Bei diesen Patienten kann es zu Verwirrung oder Koma kommen. 80 Prozent von ihnen sterben innerhalb von Tagen oder Wochen. Der Zeitraum zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome wird als Inkubationszeit bezeichnet. Die Inkubationszeit ist je nach Virus unterschiedlich. Bei Patienten mit HBV und HCV kann chronische Hepatitis auftreten. In ihrer chronischen Form leben und vermehren sich die Viren jahrelang oder jahrzehntelang in dem Organ. Dies kann im Laufe der Zeit zu Lebervernarbung, Leberversagen und Leberkrebs führen.

Wie wird Leberentzündung diagnostiziert?

Eine Blutprobe wird für Leberfunktionstests verwendet

Zur Diagnose der Erkrankung zeichnet der Arzt die Krankengeschichte des Patienten auf, um die Risikofaktoren zu bestimmen. Bei einer körperlichen Untersuchung wird untersucht, ob beim Drücken des Bauches Schmerzen oder Druckempfindlichkeit auftreten. Er wird auch untersuchen, ob die Leber vergrößert ist.

Bei Leberfunktionstests wird es durch Blutproben festgestellt, wie effizient das Hepar arbeitet. Abnormale Blutwerte können die ersten Anzeichen einer Leberentzündung sein. Insbesondere wenn eine körperliche Untersuchung keine Anzeichen zeigt. Hohe Leberenzymwerte können darauf hinweisen, dass die Leber beschädigt ist oder nicht richtig funktioniert. Wenn ein Leberfunktionstest abnormale Werte zeigt, wird der Arzt wahrscheinlich andere Blutuntersuchungen anordnen, um die Ursache zu finden. Diese können Tests auf Viren sein. Sie können auch Antikörper feststellen, die bei Erkrankungen wie Autoimmunhepatitis häufig sind.

Die Ultraschalluntersuchung des Bauchs ermöglicht dem Arzt, das Hepar und die umgebenden Organe genau zu untersuchen. Es kann Flüssigkeit im Bauch, Organvergrößerungen, Tumore und Gallenblasenstörungen zeigen.

Die Leberbiopsie ist ein invasives Verfahren. Eine Gewebeprobe wird aus dem Organ entnommen. Eine Nadel wird durch die Haut durchgeführt und erfordert keine Operation. Normalerweise wird die Nadel während der Biopsie mit Hilfe von Ultraschall geführt. Mit diesem Test können die Auswirkungen der Infektion oder Entzündung auf das Organ festgestellt. Eine Biopsie ermöglicht auch die Untersuchung jedes Bereichs der Organs der abnormal scheint.

Komplikationen

Chronische Hepatitis B und C können oft  ernste Gesundheitsprobleme verursachen. Da das Virus die Leber beeinträchtigt, stellt es ein Risiko für Leberzirrhose und Leberkrebs dar. Leberfunktionsstörungen können zu einem Leberversagen führen.

Komplikationen des Leberversagens:

  • Blutungsstörungen
  • Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum (Aszites)
  • erhöhter Blutdruck in den Pfortader (Portale Hypertension)
  • Nierenversagen
  • Leberenzephalopathie: Wegen der Ansammlung von Gehirnfunktion beeinträchtigenden Toxinen, wie Ammoniak, können Müdigkeit, Gedächtnisverlust und mentale Probleme auftreten.
  • Hepatozelluläres Karzinom, eine Form von Leberkrebs
  • Tod

Menschen mit chronischer Hepatitis B und C sollten auf Alkohol verzichten, da Alkoholkonsum die Krankheit verschlimmern kann. Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente können auch die Leberfunktion beeinträchtigen.

Behandlung einer Leberentzündung

Die Behandlungsmöglichkeiten werden durch die Art der Hepatitis der Patienten beeinflusst.

Die Behandlungsmöglichkeiten hängen von der Art der Hepatitis ab und davon, ob die Infektion akut oder chronisch ist. Die Prognose für eine virusbedingte Entzündung des Organs ist für die meisten Patienten gut. Diese Prognose ist jedoch je nach dem Virus unterschiedlich. Akute Virushepatitis verschwindet häufig von selbst durch Ruhe und genug Flüssigkeitszufuhr.

Es gibt verschiedene Medikamente zur Behandlung chronischer Arten. Weitere Behandlungsmöglichkeiten bedeuten Operationen und andere medizinische Verfahren. Alkoholische-Hepatitis-Patienten sollten auf Alkohol verzichten. Falls die chronische Entzündung zu Leberversagen oder Leberkrebs führt, kann eine Lebertransplantation nötig sein.

Bei dem akuten Art besteht die Erstbehandlung darin, die Symptome von Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen zu lindern (unterstützende Behandlung). Medikamente und Verbindungen, die die Zustand der Patienten beeinträchtigen können (z. B. Paracetamol [Tylenol et al.], Alkohol usw.), sollten vermieden werden. Nur die unbedingt nötigen Medikamente dürfen Patienten einnehmen, weil eine geschädigte Leber die nicht eliminieren kann. Sie können sich im Blut ansammeln und eine Vergiftung verursachen. Beruhigungsmittel sollten auch vermieden werden, da sie die Auswirkungen von Leberversagen auf das Gehirn verstärken, Lethargie und Koma verursachen können. Gelegentlich sollten intravenöse Flüssigkeiten verabreicht werden, um eine durch Erbrechen verursachte Dehydration zu verhindern. Bei schwerer Übelkeit und / oder Erbrechen wird ein Krankenhausaufenthalt benötigt.

Akutes HBV wird nicht mit antiviralen Medikamenten behandelt. Für die Behandlung von akutem HCV sind die meisten Medikamenten geeignet, die zur Behandlung von chronischem HCV eingesetzt werden. Die HCV-Therapie wird für 80% der Patienten empfohlen, bei denen die Infektion nicht frühzeitig behoben wurde. Die Behandlung tötet das Virus bei den meisten Patienten ab.

Wegen der laufenden Forschung und Entwicklung neuer antiviralen Mittel ändert sich die aktuelle Liste der Medikamente gegen chronische Hepatitis B- und C jährlich. Viele der derzeit erhältlichen Medikamente werden durch neueren, sicheren und wirksameren Alternativen ersetzt.

Entscheidungen über die Behandlung chronischer Leberentzündung sollten von Gastroenterologen, Hepatologen (sich auf die Behandlung von Lebererkrankungen spezialisierten Ärzten) oder Spezialisten für Infektionskrankheiten getroffen werden.

Seit 1981 stehen sichere und wirksame Impfstoffe gegen Hepatitis B, seit 1995 gegen Virus A zur Verfügung. Es gibt noch keinen Impfstoff gegen Virus C.

Es gibt auch Kräuter, die zu Hause angewendet werden können. Johanniskraut, Walnussblätter, Zitronenmelisse und Mariendistel helfen bei der Behandlung

Vorbeugung

Für die Vorbeugung von Hepatitis A und B stehen Impfungen zur Verfügung

Die Prävention ist immer besser als jede Therapie. Um Hepatitis vorzubeugen, muss die Exposition gegenüber Viren vermieden werden.  Bei einer Exposition wird die Anwendung von Immunglobulin benötigt. Impfstoffe gegen Hepatitis A und B stehen auch zur Verfügung. Experten entwickeln derzeit Impfstoffe gegen HCV. Es gibt schon Impfungen gegen das Virus E in China.

Hygiene spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung einer Infektion mit den A- und E-Viren. In Entwicklungsländern darf man nur Flaschenwasser trinken. Rohe Muscheln, rohes Obst und Gemüse sollten auch vermieden werden.

Prävention von HBV, HCV und HDV:

  • Teilen Sie Nadeln nicht
  • Teilen Sie Ihre persönlichen Gegenstände (Rasierer, Zahnbürste) nicht mit anderen.
  • Vermeiden Sie den Kontakt mit dem Blut anderer Personen

Hepatitis B und C können auch durch Geschlechtsverkehr und intimen Sexualkontakt übertragen werden. Safer Sex kann das Infektionsrisiko mindern.

Bei einer Autoimmunhepatitis erzielt eine Therapie Folgendes.  Die Entzündung durch Unterdrückung des Immunsystems zu stoppen (wodurch es weniger aktiv wird). Dies kann jedoch die Widerstandsfähigkeit des Immunsystems gegenüber Infektionen verringern.

FAQ

Was verursacht Hepatitis?
Hepatitis bezieht sich auf einen entzündlichen Zustand der Leber. Hepatitis wird normalerweise durch eine Virusinfektion ausgelöst. Es gibt jedoch auch andere mögliche Ursachen. Zum Beispiel ein Autoimmunursprung, Leberentzündung durch Medikamente. Sie kann auch als sekundäre Folge von Toxinen, Drogen und Alkohol auftreten.

Was sind die 5 Arten von Hepatitis?
Wissenschaftler haben 5 verschiedene Hepatitis-Viren identifiziert. Sie wurden durch die Buchstaben A, B, C, D und E unterschieden. Jedes Virus führt Lebererkrankung herbei, aber ihre Symptome und ihr Verlauf sind unterschiedlich.

Welche Hepatitis ist die schlimmste?
Hepatitis C ist das häufigste durch Blut übertragene Virus und das schwerste. Nach der Exposition tritt bei der Mehrheit der Menschen (60-85 Prozent) eine chronische Hepatitis auf.

Ist Hepatitis B beim Küssen übertragbar?
Hepatitis B wird nicht bei Niesen, Husten, Umarmen oder Stillen übertragen. Obwohl das Virus im Speichel befindlich ist, wird wahrscheinlich nicht durch Küssen oder Teilen von Geschirren übertragen.

Kann Hepatitis vom Toilettensitz übertragen werden?
Es ist ein Mythos, dass wir Hepatitis C von einer Mücke bekommen können. Von einem Toilettensitz kann es aber übertragen werden. Keine Forschungsergebnisse haben es nachgewiesen, dass Hepatitis durch Mücken übertragbar ist. Auf Toilettensitzen oder anderen Oberflächen kann das Virus bis zu drei Wochen lebensfähig bleiben.

Wie lange bleiben die Symptome einer Hepatitis unbemerkbar?
Menschen mit einer HCV-Infektion bleiben normalerweise 20 bis 30 Jahre lang asymptomatisch. Infizierte Menschen haben keine nennenswerten Beschwerden. Sie können jahrelang asymptomatisch bleiben. Auch in dem Fall, wenn die Infektion schon  ihre Leber und andere Organe schädigt.

Quellen:

https://www.healthline.com/health/hepatitis
https://www.who.int/news-room/q-a-detail/hepatitis
https://www.e-cmh.org/journal/view.php?doi=10.3350/cmh.2016.0089
https://de.wikipedia.org/wiki/Hepatitis

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