Eva MacPherson Autor: Eva MacPherson Ernährungsberaterin

Was verursacht Reflux? | Symptome und natürliche Behandlungsmethoden

Reflux ist eine Zivilisationskrankheit

Reflux ist eine immer häufiger auftretende Zivilisationskrankheit, davon jedem betroffen werden kann. Wenn man die Ursachen und die Symptome kennt, kann er die schweren Beschwerden vermeiden. Die schon bestehende Krankheit kann man sogar auf natürliche Weise beheben.

Haben Sie Sodbrennen? Die Speiseröhre tut Ihnen weh? Haben Sie einen sauren Nachgeschmack im Mund? Diese Symptome sind Anzeichen von Reflux Krankheit.

Reflux (gastroösophageale Refluxkrankheit, kurz GERD) hat besonders unangenehme Symptome. Viele verwechseln ihn mit Sodbrennen, aber er ist eine deutlich kompliziertere Krankheit. Manchmal ist er fast ganz symptomfrei. Er kann in den meisten Fällen auf eine ungesunde Ernährung zurückgeführt werden.

Warum hat man Reflux?

Wenn die Schließmuskeln der Speiseröhre nicht richtig schließen, gelangt der Mageninhalt und die Magensäure in die Speiseröhre zurück und so entsteht Reflux (Das Wort Reflux bedeutet Zurückfließen.). Eine häufige Begleitsymptom ist Speiseröhrenentzündung. In der Regel hat man Brenngefühl im Hals und Schmerzen hinter dem Brustbein. Ein weiteres unangenehmes Symptom ist saures Aufstoßen. Gastroösophageale Refluxkrankheit(GERD) wird diagnostiziert, wenn Säurereflux mehr als zwei Mal pro Woche auftritt.

Es gibt mehrere Gründe dafür, warum die Nahrung in die Speiseröhre zurückfließt. Die Menge der zurückfließenden Nahrung ist davon abhängig wie viel man gegessen und getrunken hat. Das Zurückfließen der Nahrung stellt alleine keine Krankheit dar. Aber wenn es häufig und dauerhaft passiert, ist es schon krankhaft. Fast jeder von uns hat schon Sodbrennen und sauren Nachgeschmack im Mund gehabt. Reflux ist eigentlich eine Volkskrankheit. Davon sind mindestens 10-20 Prozent der Europäer betroffen. Interessanterweise kommt er in Asien deutlich seltener vor. Und er ist unter zahlreichen Völkern fast unbekannt..

Symptome von Reflux

Reflux ist eine Zivilisationskrankheit

Selten ist die Krankheit symptomfrei sein. In den meisten Fällen haben Patienten gleichzeitig mehrere Symptome. Im Laufe der Zeit treten alle mögliche Symptome vor. Ein unerträgliches Brenngefühl in der Speiseröhre hinter dem Brustbein ist häufig. Ein weiteres typisches aber seltener auftretendes Symptom ist Würgen der sauren Nahrung. Es führt Erbrechen, Mundhöhlenirritation und unangenehmen Mundgeruch herbei. Blähungen, Blut im Stuhl oder schwarzer Stuhl, blutiges Erbrechen. Aufstoßen, Schluckenschwierigkeiten, ständiger Schluckauf. Brechreiz, unerwarteter Gewichtsverlust. Gekeuche, Reizhusten, Heiserkeit oder chronische Halsschmerzen. Die täglich auftretende Symptome beeinträchtigen die Lebensqualität deutlich.

Lass uns die häufigsten Symptome sehen:

  • Brenngefühl hinter dem Brustbein. Es kann sich in schweren Fällen sogar in Richtung der Schulterblätter und Ohren ausbreiten.
  • Kratzen in der Speiseröhre und/oder im Hals.
  • Zurückfließen der Magensäure manchmal zusammen mit unverdauter Nahrung.
  • Nach Aceton riechender Mundgeruch

Bei krankhaftem Reflux können diese Beschwerden sogar mehrmals am Tag auftreten. Oft kommt es vor, dass man morgens, gleich nach dem Aufstehen ein starkes Brenngefühl im Hals hat. Es geht weg, aber nach den Mahlzeiten kehrt es wieder. Oft tritt das Gefühl nach dem Schlafengehen auf. Laut Erfahrungen oft zwischen Mitternacht und 3 Uhr. Daher sollten Patienten 3-4 Stunden vor dem Schlafengehen gar nichts essen. Körperbewegungen gleich nach den Mahlzeiten erhöhen das Risiko für das Zurückfließen der Magensäure. Sogar wenn man sich niederbeugt, um die Schuhe anzuziehen, kann das Problem auslösen.

Anzeichen

Manchmal haben Refluxpatienten keine von den oben angeführten Symptomen. Aber es gibt ein paar Anzeichen, die auf Reflux hinweisen und bei der Erkennung helfen können:

  • SchluckProbleme
  • Kloßgefühl im Hals
  • Chronische Verdauungsstörungen
  • ständige Blähungen
  • Häufiger Brechreiz
  • Chronische Heiserkeit
  • Hustenanfall
  • Wiederkehrender Schluckauf
  • Asthma
  • Chronische Nasenrachenraumentzündung
  • Gewichtsverlust ohne Grund
  • Ständige Ermüdung und Abgeschlagenheit
  • Ähnliche Schmerzen im Brust wie beim Infarkt
  • häufige Mittelohrentzündung
  • Halsschmerzen, Halsentzündung
  • Atemprobleme
  • Schlafprobleme

Ernsthafte Folgen

Reflux verursacht Geschwüre und Speiseröhrenverengung bei etwa ein Drittel der Patienten. Nur bei 5 Prozent der Patienten führt er zu keinen Organschäden. Je länger die Krankheit vorhanden ist, desto größer das Risiko für ernsthafte Folgen ist.

Was darf man nicht essen?

Untersuchungsergebnisse einer polnischen Untersuchung von 513 Teilnehmern stellte Folgende fest. GERD Reflux ist häufiger bei dem Verzehr folgender Lebensmittel. Fettreiche, gebratene, saure und würzige Lebensmittel und regelmäßig Pfefferminztee. Laut Forscher kann es auch das Risiko erhöhen, wenn man täglich nur 1-2 Mahlzeiten hat und am Spätabend Abendessen hat. Weitere Informationen bezüglich der Forschung findet man im Fachblatt Gastroenterology Review.

Ursachen von Reflux

Reflux ist eine Zivilisationskrankheit

Hinter der Krankheit können auch physische Schäden (z.B. infolge eines Unfalls) stehen. Z.B. Organprobleme, Hormonstörung und eine dauerhafte medikamentöse Behandlung. Das Letztere ist vor allem bei steroidhaltigen Präparaten und Sedativa typisch. Sie entspannen das untere Ende der Speiseröhre und die Magensäfte können daher leichter zurückfließen. Aber eine zu enge Kleidung und Körperbewegungen nach Mahlzeiten können auch das Problem auslösen. Eine weitere mögliche Ursache ist, wenn man gleich nach dem Essen ins Bett geht. Da die Schließmuskeln am unteren Ende der Speiseröhre nicht richtig schließen. Daher gelangen Magensäfte, Magensäure und unverdaute Nahrung in die Speiseröhre.

Darmflora und Reflux

Daneben kann die Gesundheit der Darmflora und die Krankheit zusammenhängen. Folgende spielen auch eine große Rolle bei der Entstehung von chronischem Reflux. Eine ballaststoffarme, zusatzstoffreiche Ernährung, spritzig Getränke, Alkoholkonsum, Magensäurebildung stimulierende Lebensmittel. Überessen kann auch zum Reflux führen. Diese können das Gleichgewicht der Darmflora umkippen. Und dadurch das Immunsystem abschwächen. Grund dafür ist es, dass 70-80 Prozent der Immunzellen sich im Dickdarm befinden. Wenn schädliche Mikroorganismen sich stark vermehren, schwächt es das Immunsystem ab. Daneben nehmen die wohltuenden Darmbakterien in der Produktion von Vitaminen und Verdauungsenzymen teil. Das Senken ihrer Anzahl beeinträchtigt die Verdauung. Es verschlimmert auch die Symptome von Reflux..

Es gibt auch Gallereflux. In diesem Fall gelingt die Galle aus den Duodenum in die Speiseröhre und sogar in den Rachen. Grund dafür ist, dass die Schließmuskeln (Pylorus) des Magens schwach sind, oder nicht richtig schließen. Übergewicht erhöht auch das Risiko für die Krankheit. Reflux kann aber zur Gewichtsreduktion führen, weil es Appetitlosigkeit verursacht. Reflux ist typisch im dritten Trimester der Schwangerschaft. Aber nach dem Geburt des Babys wird es im Allgemeinen weg. Reflux während der Schwangerschaft kann auf bestimmte Ursachen zurückgeführt werden. Z.B. hormonelle Veränderungen oder wegen der Lage oder Bewegung des Babys ausgelöst.

Was sind die Folgen?

Das regelmäßige Zurückfließen der Magensäure kann Irritationen verursachen. Auf Dauer kann es Geschwüre und Blutungen im oberen Teil des Magens, in der Speiseröhre und im Rachen herbeiführen. Wenn es nicht früh erkannt und behandelt wird, können sogar Infektionen auftreten. Reflux kann sogar Lungenprobleme anrichten. Weil die zurückfließende Magensäure – wegen Husten- sogar in die Luftröhre gelangen kann. In zahlreichen Fällen kann schon der säurehaltige Wasserdampf die Atemwege schädigen. Wenn er eingeatmet wird. Die saure Umgebung schädigt auch langfristig die Zähne. Sie kann die für diese Krankheit charakteristische Erosion der Zähne hervorrufen. Daher ist es wichtig, Refluxpatienten sich die Zähne häufig zu putzen. Möglicherweise sollte man auch antibakterielle Mundspülung benutzen. Barrett-Ösophagus ist der schwerste Art von Reflux. Als Komplikation kann sich im magennahen Anteil der Speiseröhre sogenannte Barrett-Schleimhaut entwickeln. Unter dem Einfluss des Mageninhaltes sich eine Art von Schleimhaut entwickelt. Diese Schleimhaut kommt normalerweise im Dünndarm vor. In einem Anfangsstadium kann die Krankheit noch rückgängig gemacht werden. Aber ohne Behandlung erhöht sie das Risiko für Krebs im betroffenen Bereich.

Untersuchung

Eine Selbstdiagnose wird gar nicht empfohlen. Da die Symptome von Reflux auch auf eine andere Krankheit (z.B. Krebs) hinweisen können. Wenn Säurebinder innerhalb von ein paar Wochen nicht wirken, weitere Untersuchungen werden benötigt sein. Der Arzt kann eine Speiseröhre- und Magenspiegelung durchführrn. Wenn nötig wird er eine 24 Stunden lange Beobachtung machen. In diesem Fall wird eine Sonde in die Speiseröhre eingeführt. Diese sind unangenehme, aber wichtige Untersuchungen. Sie erzielen, die Möglichkeit weiterer Krankheiten auszuschließen.

Behandlung von Reflux

Reflux ist eine Zivilisationskrankheit

Wie bei jeder Krankheit, sollte man sich vor allem die Vorsorge erzielen. Es gibt ein paar Regel, die auch bei der Behandlung angewendet werden können. Bei Übergewicht (besonders bei Fettablagerungen im Bauchbereich) sollte man eine Diät machen. Es ist ratsam, ergänzend eine gründliche Entgiftungs- und Darmreinigungskur durchzuführen. Eine Darmreinigung verbessert die Aufnahme der Nahrung. Sie sorgt auch für einen regelmäßigen Stuhlgang. Viele greifen sofort zu Säurebindern. Diese helfen anscheinend, aber die Ursachen nicht lösen. Überdies können sie die Erkennung weiterer Krankheiten erschweren. Daher ist es wichtig, schon bei Auftreten der Ersten Symptome einen Arzt aufzusuchen. Er kann die medikamentöse Behandlung bestimmen. Daneben schreibt er Protonenpumpenhemmer gegen übermäßige Magensäurebildung ver. Nötigenfalls wird eine Operation empfohlen (z. B. bei ernsthaften Schäden der Speiseröhre). Die Wirkung der Medikamente kann man mit geeigneter Körperbewegung verbessern. Vor allem Yoga wird laut einer Studie einer amerikanischer Universität empfohlen.

Reflux Diät

Eine Ernährungsumstellung auf eine gesunde Ernährung ist hochwichtig. Daneben sollte man zusatzstoffreiche Lebensmittel, halbfertige und fertige Lebensmittel vermeiden. Weil diese das Gleichgewicht der Darmflora umkippen. Und sie wirken negativ auf den Magen- und Darmtrakt. Außerdem sollte man das Rauchen aufgeben. Da das eingeatmete Nikotin und der Teer die Speiseröhre reizt. Es verursacht auch Husten und Schluckauf. Man sollte Schleimhaut irritierende Lebensmittel und Getränke vermeiden. Z.B. Alkohol, besonders Rotwein, Pfeffer, Knoblauch, rohe Zwiebel und würzige Gerichte. Schokolade, Zitrusfrüchte, Kaffee, koffeinfreie Getränke, Tee, Soda, Pfefferminze und Tomate werden auch nicht empfohlen.Scharfer Paprika wirkt als Antioxidantien. Bei Reflux darf man ihn aber nur in sehr geringer Menge zu sich nehmen. Daneben sollte man Zitrusfrüchte, Tomate, Schokolade, zuckerhaltige, fettreiche, essighaltige Lebensmittel vermeiden. Diese können zu Sodbrennen führen. Es ist auch wichtig, kleinere Portionen mehrmal am Tag zu essen. Etwa 4-5 Mahlzeiten werden empfohlen. Daneben ist es ratsam, viel zu trinken, 2,5- 3 l Wasser pro Tag. Überdies sollte man die Nahrung gründlich kauen. Nicht zu schnell essen, weil die Verdauung schon in der Mundhöhle beginnt. Wenn man diesen Schritt wegen der Eile auslässt, erhöht es das Risiko für Verdauungsprobleme. Ballaststoffe sind wichtige Komponenten der Darmreinigungskur. Sie wirken effektiv gegen Blähungen und Verstopfung..

Natürliche Praktiken

Gegen Reflux wirkt auch Apfelessig und Apfelwein. Obwohl man sie säurebildend denkt, sorgen sie für einen optimalen PH-Wert des Darmtraktes. Sie senken dadurch das Risiko für übermäßige Magensäureproduktion. Kalziumreiche Mandel verfügt über die gleiche Wirkung wie Apfelessig. Man sollte sie aber nur in Maßen verzehren, weil sie sehr kalorienreich ist. Daneben können auch Vollkorngetreide und Vollkornreis die Symptome lindern. Sie wirken beruhigend auf die irritierte Schleimhaut. Und helfen bei der Vorbeugung von Entzündungen. Weiterhin lindert Malven- und Spitzwegerichtee die Beschwerden. Man sollte 1-2 Teelöffel Kräuter zu heißem Wasser dazugeben, ziehen lassen und langsam trinken. Obwohl Milch die Magensäure für einige Zeit entgegenwirken kann, seine Nährstoffe, besonders Fett, stimulieren aber die Magensäureproduktion. Milch ist nicht das beste Mittel gegen Sodbrennen, aber sie ist reich an Kalzium. Wasser kann eine Erleichterung bringen: Es erhöht den pH-Wert des Magens, verwässert Säure und entfernt sie aus der Speiseröhrenwand. Also es gibt zahlreiche Gründe, warum man Wasser trinken sollte.

Zusammenfassung:

Bei wiederkehrendem Sodbrennen oder weiteren Symptomen von Säurereflux sollte man folgende Praktiken ausprobieren: Essen Sie langsam. Vermeiden Sie bestimmte Lebensmittel. Trinken Sie keine kohlensäurehaltigen Getränke. Gehen Sie gleich den Mahlzeiten nicht ins Bett. Vermeiden Sie zu schnelle Bewegungen. Verwenden Sie ein höheres Kopfkissen. Nehmen Sie ab, wenn es nötig ist. Geben Sie das Rauchen auf.

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Quellen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3734640/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4962685/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4223119/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4133436/
https://de.wikipedia.org/wiki/Reflux

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